Freitag, 4. August 2017

Rezension: Wer Wind sät (Nele Neuhaus)

Ullstein
Taschenbuch, 560 Seiten

ISBN: 9783548284675
10,99 €

Ein kurzer Einblick

Ein Nachtwächter stürzt scheinbar tragisch in einer Firma, die sich mit dem Bau von Windrädern beschäftigt. Schnell wird aus dem vermeintlichen Unglück ein Mordfall. Dann gibt es einen zweiten Toten, das vermeintliche Motiv ist eine Wiese, die dem Windradbau in die Quere gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein haben es mit einem verzwickten Fall zu tun, der von Bodenstein an seine Grenzen bringt.

Bewertung


Auch „Wer Wind sät“ ist ein interessanter und wieder einmal mitreißender Band der Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. In diesem Band begegnet der Leser der Bürgerinitiative „Keine Windräder im Taunus“, der auch der Vater von Oliver von Bodenstein angehört. Ein guter, alter Freund von seinem Vater wurde vermeintlich umgebracht, da eine Wiese von ihm dem Windradbau im Weg stand und dieser nicht verkaufen wollte.
In diesem Band geht es so gesehen mal wieder ans Eingemachte, da Bodenstein nicht nur in polizeilicher Hinsicht an dem Fall dran ist, sondern durch seinen Vater auch emotional in den Fall hineingezogen wird. Eine Liebschaft mit einer etwas undurchsichtigen Frau, die genauso darin verstrickt ist, macht das Ganze nicht besser. Nele Neuhaus treibt Bodenstein in diesem Band wirklich an seine Grenzen. Er muss viele schwierige Entscheidungen treffen und der Leser erlebt ihn auch mal mehr als Nicht-Polizist. Natürlich hat der Leser ihn auch schon in den anderen Bänden als Privatperson erlebt, aber in diesem Band wird alles noch einmal zu einem neuen Höhepunkt getrieben. 
Auch Pia Kirchhoff sieht man in einem etwas anderen Licht. Sie bekommt mehr Führungsverantwortung und kann erneut ihr Geschick beweisen. Innerhalt des Ermittlerteams hat es auch einen Umbruch ergeben. Frank Behnke ist von dem neuen Kollegen Cem Altunay ersetzt wurden, der ein bisschen frischen Wind in die Geschichte bringt und auch dafür sorgt, dass das Ermittlerteam nicht zu festgefahren in seinem Tun wirkt.
Die anderen Protagonisten hat Nele Neuhaus wieder sehr interessant gestaltet. Die Charaktere sind wie immer sehr unterschiedlich und interessant gezeichnet. Die losen Fäden, die während der Geschichte immer auftauchen, verbindet die Autorin auch diesmal zu einem gekonnten und spannenden Finale.

Fazit

Auch dieser Band macht Spaß zu lesen. Die Geschichte ist spannend, die Charaktere werden vorangetrieben und haben genug Raum, sich weiter zu entfalten und zu entwickeln. Gelungen ist vor allen die Charakterisierung von Bodenstein und der Leser darf gespannt sein, wie sein Charakter und natürlich auch der von Pia Kirchhoff sich weiterentwickeln.

4 von 5 Punkten


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen