Freitag, 28. Juli 2017

Rezension: Tod einer Hofdame (Isabella Benz)

Ammianus-Verlag
Taschenbuch, 248 Seiten
ISBN: 978-3-945025-64-2
14,99 €

Ein kurzer Einblick

Aleydis und ihre Schwester Belanca sind Hofdamen am Kaiserhof. Nachdem Belanca mit ihrem Gatten, dem Mundschenk des Kaisers, nach einer Reise wieder an den Hof kommt, wird sie kurze Zeit später tot aufgefunden. Für den Bischof steht fest, dass es Selbstmord war. Da Aleydis dies nicht glauben kann, setzt sie alles daran, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen und den Namen ihrer Familie wieder rein zu waschen.

Bewertung

Der Roman „Tod einer Hofdame“ hat mich leider nicht in seinen Bann ziehen können. Die Geschichte ist an sich gut durchdacht, der Tod einer Hofdame und die daraus resultierenden Untersuchungen ihrer Geschwister, aber irgendwie konnte mich die Geschichte dennoch nicht fesseln. Das kann daran liegen, dass ich mit der Hauptprotagonistin Aleydis nicht warm geworden bin. Ihren Charakter fand ich teilweise nervig und verbohrt. Aleydis will mit der Aufklärung des Mordes das Ansehen ihrer Familie retten. Natürlich will sie auch von sich aus wissen, wer ihre Schwester umgebracht hat, aber das Ansehen ihrer Familie scheint ihr wichtiger zu sein, als das emotionale Band zwischen ihr und ihrer Schwester.
Auch mit den anderen Protagonisten bin ich nicht warm geworden. Einzig der Mann von Aleydis, Lothar, konnte mich als Charakter halbwegs überzeugen. Tatsächlich tat er mir manchmal leid mit so einer Frau wie Aleydis gestraft zu sein, die seine ehrlichen Bemühungen nicht immer ganz verstand.
Meine Vermutung, wer Belanca nun eigentlich umgebracht hat, wurde auch bestätigt. So gab es leider für mich kein undurchschaubares Ende. Wenn man aufmerksam liest, kann man schon vor dem ersten Drittel des Romans auf den Mörder kommen. Zum Ende der Geschichte probiert die Autorin noch etwas Dramatik und Spannung hereinzubekommen, aber die Sequenz konnte für mich das Buch auch nicht mehr retten.
Was mir allerdings gut gefallen hat, waren die vereinzelten Wörter, die darauf hingewiesen haben, dass man auch wirklich einen Roman liest, der im 12. Jahrhundert spielt. So hat Belanca keinen vermeintlichen Selbstmord begangen, sondern eine Selbstentleibung.

Fazit

Im Großen und Ganze konnte mich „Tod einer Hofdame“ leider nicht begeistern. Weder die Geschichte, noch die Protagonisten haben mich besonders in ihren Bann ziehen können. Der gesamte Roman wirkt einfach etwas blass und richtige Spannung kommt leider auch nicht auf.

2 von 5 Punkten


Wir danken dem Projekt "Blogg dein Buch" und dem Ammianus-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. Der Roman kann auch direkt über die Verlagshomepage bestellt werden.


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