Donnerstag, 27. Juli 2017

Rezension: Die Achse meiner Welt (Dani Atkins)

Droemer Knaur
Klappenbroschur, 320 Seiten
ISBN: 978-3-426-51539-6
9,99 €

Ein kurzer Einblick

Seit dem Unfall, bei dem ihr bester Freund Jimmy starb, hat sich Rachels Leben in ein kleines Jammertal verwandelt. Sie hat sich von ihrem langjährigen Freund getrennt und lebt ein fast anonymes Leben in London. Für die Hochzeit ihrer Freundin Sarah fährt sie zurück in ihre Heimatstadt und plötzlich steht ihre Welt auf dem Kopf, denn sie erwacht in einer perfekten Version ihres Lebens.

Bewertung

„Die Achse meiner Welt“ ist ein wirklich schönes Buch, welches sich flüssig lesen lässt und einem auch nach Beenden des Romans weiter berührt. Rachel, die Hauptprotagonistin, hat es nicht leicht. Nach der im Einblick schon kurz erwähnten Tragödie, fällt sie ein ein immens tiefes Loch. Ihr Charakter schafft es einfach nicht, sich auf ihr neues Leben einzustellen und wird immer wieder von Schuldgefühlen übermannt. Dazu kommt noch die Krankheit ihres Vaters, die sie zusätzlich belastet. Dieses sich aufgeben war ein Grund, wieso es mir am Anfang schwer fiel, mich auf Rachel als Charakter einzulassen.
Sie leidet und scheint sich ihr Leben nach dem Prinzip „Wegen mir ist jemand gestorben, also darf es mir nicht gut gehen“ zu leben. Das fand ich erst etwas verwirrend, bis man dann im weiteren Verlauf der Geschichte merkt, dass sie einfach nicht anders kann uns sie sprichwörtlich „nicht aus ihrer Haut kann“. Immerhin trägt sie eine Narbe auf einer Gesichtshälfte, die sie beim Blick in den Spiegel jeden Tag aufs neue an den schicksalshaften Tag erinnert.
Die Geschichte nimmt dann eine 180 Grad-Wendung und man erlebt mit Rachel ein komplett neues Leben. Hier ist ihr bester Freund Jimmy nicht gestorben, ihr Vater ist nicht an krebs erkrankt und sie hat ihren Traum wahrgemacht und ist eine erfolgreiche Journalistin. 
Natürlich versteht Rachel die Wendung nicht und probiert herauszufinden, wieso sie plötzlich in einem völlig neuen Leben steckt. Den Leser nimmt die Autorin Dani Atkins hierbei mit auf eine gefühlvolle Suche nach der Wahrheit, die manchmal traurig, emotional, aber auch sehr witzig ist. 
Auf das eigentliche Ende des Romans hätte man während des Lesens kommen können. Allerdings schafft es die Autorin, den Leser so in die Geschichte mit hineinzuziehen, dass das Ende dann doch unerwartet ist und noch in einem nachklingt.

Fazit

„Die Achse meiner Welt“ ist ein wunderbarer, gefühlvoller Roman, der sich gut lesen lässt. Die Geschichte ist faszinierend und mit einer passenden Hauptprotagonistin versehen. Sie ist durchaus als Urlaubslektüre geeignet, trotz emotionaler Berg- und Talfahren.




4,5 von 5 Punkten



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen