Freitag, 30. Juni 2017

Empfehlungen im Juni

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommer legt gerade eine kleine Pause ein und lässt uns etwas im Regen sitzen. Wer sich die Zeit bis zum nächsten Freibadwetter mit ein paar Büchern vertreiben will, für den haben wir auch in diesem Monat wieder sehr abwechslungsreiche Ideen, die die Wartezeit garantiert verkürzen...


https://legimus.blogspot.de/2017/05/rezension-als-die-tiere-den-wald.html
Als die Tiere den Wald verließen, Colin Dann

„Als die Tiere den Wald verließen“ ist nicht nur ein Kinderbuchklassiker, sondern vielen Personen um die 30 Jahre auch durch die gleichnamige Zeichentrickserie bekannt. Es ist ein Buch für Jung und Alt, in dem der Leser das Verhalten der Menschen gegenüber Tieren differenziert aufgezeigt bekommt. Zudem lernt der Leser durch das Verhalten der Tiere etwas über gegenseitige Unterstützung, den Wert jedes Einzelnen, Freundschaft und Toleranz. (Sascha)





Perdido Street Station 2. Der Weber, China Miéville

Jeder, der auch nur das kleinste Fünkchen Interesse an Science-Fiction, Wissenschaft, Magie, Fantasie, Steam-Punk, Horror, Ethnologie, Kulturen oder Regime hat, sollte »Perdido Street Station« lesen. Nicht umsonst gewann China Miéville für dieses grandiose Werk den Arthur C. Clarke Award, mal von den Nominierungen für den Hugo Award, den Nebula Award und den World Fantasy Award abgesehen. Miéville erschafft ein Universum, das zum Greifen nah erscheint und doch befremdlich zugleich ist. Der Autor erzählt nicht die Geschichte eines Individuums aus New Crobuzon, der Autor schöpft einen Tropfen aus der düsteren Stadtgeschichte ab und charakterisiert und skizziert an diesem kleinen Zeitausschnitt die Seele der Stadt, der Einwohner, die Ethnien, die Kulturen, soziale Schichten... Trotz der Vielfalt und der Tiefe verliert China Miéville sich nicht in öden Monologen, sondern verpackt das Universum in einer extrem vielschichtigen und spannenden Geschichte. Wer sich das entgehen lässt, ist selber schuld. (Benjamin)


https://legimus.blogspot.de/2017/06/rezension-schneewittchen-muss-sterben.html
Schneewittchen muss sterben, Nele Neuhaus

Wieder einmal hat mich der Krimi um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff komplett in seinen Bann gezogen. Dieses Mal haben sie es mit einer in sich eingeschworenen Dorfgemeinschaft zu tun, die neu auflebt, als der vermeintliche Mörder zweier Mädchen aus dem Gefängnis entlassen wird. Das Suchtpotenzial bei diesen Romanen ist einfach enorm. Kaum hat man angefangen zu lesen, will man nicht aufhören und dann blättert man auch schon die letzte Seite um. Suchtpotenzial! (Jana)


https://legimus.blogspot.de/2017/06/rezension-mehr-leben-als-eins-hans.html
Mehr Leben als eins. Hans Fallada-Biographie, Jenny Williams

In diesem Monat kann ich euch die Biografie der irischen Wissenschaftlerin Jenny Williams über den deutschen Schriftsteller Rudolf Ditzen alias Hans Fallada empfehlen. Sie zeigt darin alle Aspekte dieses kontroversen Schriftstellers auf, der mehrere Leben gelebt zu haben scheint: als guter Schüler, Depressiver, Trinker, Morphinist, Gefängnisinsasse, Familienvater und anerkannter Schriftsteller, der auch im nationalsozialistischen Deutschland weiter publizierte. Sie stellt seine Person dabei durchweg sehr abgewogen dar, widmet sich all seinen Werken und vergisst auch nicht, seine Entwicklungen stets in die historischen Umstände einzubetten. (Kim)



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen