Montag, 8. Mai 2017

Rezension: Bigfoot Crank Stomp (Erik Williams)

Voodoo Press
Taschenbuch, 200 Seiten
ISBN: 978-3-902802-85-9
12,95 €

eBook, 3,99 €
ISBN: 978-3-902802-85-9

Ein kurzer Einblick

Russel und Mickey wollten eigentlich nur die Konkurrenz ausschalten, doch im Keller der Crystal Meth-Hütte finden sie Bigfoot, der drogensüchtig ist. Zu allem Unglück sind bereits die Cops ungerwegs. Eine amoklaufende Bestie, schießwütige Polizisten und in Panik geratene Junkies entfesseln den Rausch der Hölle.

Bewertung

»Bigfoot Crank Stomp« ist seichte Lektüre, schnell weggelesen und schwer verdaut. Viel Inhalt steckt in dem schmalen Büchlein nicht drin. Der Plot lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Bigfoot ist süchtig nach Crystal Meth. Um die Thematik aufzupeppen, agieren allerlei Stereotypen als blutige Opfer. Junkies, Amateurpornodarsteller, ein Ex-Soldat, Polizisten und eine unschuldige campierende Touristin. Oberflächlicher hätten Thematik und Charaktere nicht zusammengebracht werden können. Das spiegelt sich auch im Handlungsverlauf wieder. Junkies schießen auf Junkies, Junkies rennen vor Bigfoot davon, Polizisten ballern auf Junkies, alle ballern aufeinander, Bigfoot zerreißt Junkies; er will nur das Crystal Meth. Irgendwo etwas abseits im Wald drehen die Pornodarsteller ihren Schmuddelfilm mit Natursekt. Trash at it’s best!
So banal der Roman ist, eines muss man Erik Williams lassen: Er versteht es, aus den Stereotypen und 0815-Szenen, eine ansprechende Handlung zu schreiben, die bis zu einem gewissen Punkt sogar spannend ist. Das liegt an der abgedrehten Thematik (Bigfoot auf Drogen) und den überdrehten und überzogenen Charakteren. Normal im ursprünglichen Sinn ist nur der blutbeschmierte Baum im Wald. Daraus resultierend findet »Bigfoot Crank Stomp« auch nur dort Freunde, die sich auf ein stumpfes, aber bizarres Abenteuer aus Blut, Sex und Gewalt einlassen wollen.

Fazit

Stereotype Charaktere und eine stupide Handlung aus wilden Ballereien und Bigfoot auf Crystal Meth dürften nicht jedem Leser gefallen. Muss es auch nicht, der Roman findet bestimmt Freunde, die eine abgedrehte Handlung und überzogene Charaktere in Ordnung finden und derben Spaß über Glaubwürdigkeit stellen. Nichtsdestotrotz ist »Bigfoot Crank Stomp« Standardkost.

3 von 5 Punkten

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