Dienstag, 18. April 2017

Rezension: Frostbite (David Wellington)

Piper Verlag
E-Book, 384 Seiten
4,99 €

Ein kurzer Einblick

Cheyenne Clarke ist auf der Jagd. Mit 12 Jahren musste sie zusehen, wie ein riesiger Wolf ihren Vater tötete. Seitdem ist ihr Leben aus dem Lot geraten und sie ist auf Rache aus. Im eiskalten Norden von Kanada trifft sie dann auf den Werwolf und ein blutiges Katz- und Mausspiel beginnt, denn sie ist nicht die einzige, die den Werwolf jagt…

Bewertung

Der Einstieg in den Roman war sehr schwierig. David Wellington katapultiert den Leser gleich mitten in die Geschichte hinein, ohne dass er etwas über die Hintergründe der Hauptprotagonistin Cheyenne Clark erfährt. Dies hätte fast dazu geführt, dass ich den Roman sofort wieder weggelegt hätte. Durch diesen Einstieg bin ich überhaupt nicht in die Geschichte hineingekommen und konnte mich auch nicht mit den Charakteren anfreunden. Man versteht als Leser einfach nicht die Beweggründe und dies lässt es schwer zu, sich auf die Geschichte einzulassen.
Nach und nach bekommt man dann aber doch einen Einblick und beginnt, den Hauptcharakter Cheyenne besser zu verstehen. Man erfährt wie es ihr ergangen ist, nachdem ihr Vater getötet wurde und fühlt sich langsam in sie hinein. Trotzdem hat mir dies nicht gereicht, um mit Cheyenne wirklich warm zu werden. Teilweise konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen und ich finde die Storyline der Geschichte auch im Allgemeinen schwammig. Während des Lesens kam bei mir immer wieder Unverständnis für die Handlungen der gesamten Protagonisten auf. Was sich auch störend auf die Geschichte ausgewirkt hat, war, dass der Autor Cheyenne gefühlt ständig von A nach B laufen lässt. All diese Faktoren zusammengenommen haben es bei mir nicht geschafft, ein Gefühl für den Roman zu erzeugen. Zwar gab es auch sehr spannende Passagen, aber die verloren sich leider in der Geschichte.

Fazit

David Wellington hat mich nicht das Fürchten gelehrt, wie es auf dem Buchrücken prophezeit wird. Eher fand ich die Geschichte langatmig und teilweise sogar langweilig. An manchen Stellen hat sie mich zwar durchaus gefesselt, aber es war schwierig durchzuhalten, bis man zu diesen Passagen überhaupt gekommen ist. Leider muss man insgesamt sagen, dass die Geschichte um die Werwölfe ihre Schwachstellen hat, ein Grund vielleicht, wieso der zweite Band „Overwinter“ bisher nicht auf Deutsch übersetzt wurde.

1,5 von 5 Punkten

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