Montag, 3. April 2017

Rezension: Cowboys vs. Zombies

Voodoo Press
Taschenbuch, 64 Seiten
ISBN: 978-3-902-80219-4
6,95 €

Ein kurzer Einblick

Eine Armee Untoter hat die Staaten überrannt. Sie erheben sich aus Gräbern, überfallen Städte und Dörfer - sie sind unaufhaltsam. Der Wilde Westen ist ein Grab. Diloui ist ein Revolverheld, sein Job der Überlebenskampf, die Unbarmherzigkeit seine Lebensversicherung. Er tötet nicht mehr für Geld, er tötet für den nächsten Tag.

Bewertung

»Cowboys vs. Zombies« ist ein Kurzroman, der in der »Bizarro-Fiction«-Reihe der Voodoo Press erschienen ist. Die Handlung kämpft so sehr mit Problemen, wie sie auch zu punkten vermag. Die Story lässt den Leser äußerst zwiegespalten zurück. Die Figuren sind markant, aber bis auf diesen einen ausgeprägten Charakterzug, um den Namen zuordnen zu können, sind die Charaktere nicht greifbar. Auf knapp 60 Seiten hat sich Eric S. Brown kein leichtes Unterfangen gestellt, mehr Ausführlichkeit wäre die bessere Entscheidung gewesen, anstatt einer Komprimierung auf das Allernötigste. Die Handlung baut auf einen rauen Ton, gibt hervorragend die karge, tödliche Welt und den Überlebenskampf wieder, beschränkt sich aber auf die nötigsten Gespräche und Ballereien gegen Zombies. Das Label »Bizarro Fiction« verdient sich »Cowboys vs. Zombies« nur wegen des Endgegners, aus Spoilergründen sei hier auf eine nähere Beschreibung verzichtet. Auf jeden Fall aber ist der Gegner eine willkommene Abwechslung in der Zombiestandardkost. Allein der Gegenspieler hätte den Kurzroman nicht retten können, die brutale Endzeitstimmung, die Gefahr der Zombies, der Erzählton und die raue Welt bauen eine extrem dichte Atmosphäre auf, die Angst förmlich ausatmet. Das hält den Leser an die Seiten gefesselt, nicht aber Figuren und Handlung.

Fazit

Eric S. Brown hat mit dem Gegenspieler und der dichten Atmosphäre zwei riesige Pluspunkte gesammelt, versemmelt die Grundlage aber mit schwer greifbaren Figuren und einer 0815-Zombie-Schießbude. »Cowboys vs. Zombies« ist kein Reinfall, aber auch nur ein kurzweiliges Vergnügen, das schnell wieder vergessen ist.

3 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen