Montag, 13. März 2017

Rezension: Jack Bunny Bäm Bäm und die Heuler-Apokalypse (Eric S. Brown)

Voodoo Press
Taschenbuch, 90 Seiten
ISBN: 978-3-902802-60-6
5,99 €

Ein kurzer Einblick

Von magischen Flammen umhüllt ist die Stadt in der Wüste in der Jack Bunny Bäm Bäm lebt. Grünes Fell, lange Ohren und das Geschick mit Waffen sind seine Markenzeichen. Er ist der beste Auftragskiller - und Möhrenliebhaber. Er ist der Hase, der sich der Heuler-Apokalypse und der Tränenflut stellen muss.

Bewertung

Zutaten:
1 x Hase
1 x Schurken und Machthungrige
1 x heulende Zombies
1 x surreales Ende
Opfer nach Geschmack

Zubereitung:
Bis auf das Ende alles in die kochende Wüstenstadt werfen, ein Feuer um die Stadt entfachen und kräftig umrühren. Wenn alles gut durchgezogen ist, das surreale Ende hineingeben und mit Opfern abschmecken.

Der Roman soll Bizarro Fiction sein. Ist er aber nicht oder nur bis zu einem sehr geringen Grad. Setting und Protagonist sind eher schräg, aber nicht bizarr. Jack Bunny Bäm Bäm ist der berüchtigte Revolverheld und Kopfgeldjäger der Stadt. Mit seinen riesigen Hasenohren sorgt er für Gelächter - zum Leidwesen der Lachenden. Für Mohrrüben würde er sein letztes Hemd geben. Gerade an diese heranzukommen wird immer schwerer. Die Wüstenstadt wird von heulenden und jaulenden Zombies belagert. Tränen stecken an, wobei die Wahrscheinlichkeit gefressen zu werden, deutlich höher ist. Die einzige Verteidigungsanlage ist die Flammenmauer, doch der Brennstoff geht zur Neige. Es passiert, was passieren muss. Die Mauer fällt, die Zombies überrennen die Stadt.
Bis dahin hat Jack Bunny Bäm Bäm einen Mordauftrag zu erfüllen, sich vor Feinden zu hüten und Mohrrüben zu verspeisen. Eric S. Brown zeichnet ein düsteres, postapocalyptisches und surreales Bild einer Stadt, in der der Mächtigste regiert. Bandenkonflikte und -auseinandersetzungen liegen an der Tagesordnung. Über allem liegt die Furcht vor der nahenden Heuler-Apokalypse. Das liest sich zunächst sehr interessant, entpuppt sich aber als recht belangloser Schmöker, der allein aufgrund der schräg-surrealen Ideen im Gedächtnis bleiben wird. Die Story ist vollkommen marginal. Schade, denn gerade das Ende lässt zwar ratlos zurück, aber weckt Interesse nach einer Hintergrundgeschichte. Diese hätte dem Kurzroman wirklich gutgetan, den Knochen Fleisch gegeben. So fehlt leider das Salz im Eintopf. Das kann auch kein Hase als Revolverheld mehr herumreißen.

Fazit

Eric S. Brown hätte so viel aus den wahrlich hervorragenden Ideen machen können. Ein Hase als Revolverheld, eine postapokalpytische von Banden beherrschte Wüstenstadt und Zombies - wow, was für eine explosive Mischung. Leider vergisst der Autor, eine Story zu schreiben. Charaktere, Ideen und ein surreales Setting können keinen Roman zusammenhalten.

2 von 5 Punkten

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