Donnerstag, 23. Februar 2017

75. Todestag: Stefan Zweig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute vor 75 Jahren starb der bedeutende österreichische Schriftsteller Stefan Zweig. Er wird am 28. November 1881 geboren, wächst als Sohn eines jüdischen Textilunternehmers in wohlhabenden Verhältnissen in Wien auf und beginnt bereits auf dem Gymnasium durch den Einfluss von Hugo von Hofmannsthal und Rainer Maria Rilke Gedichte zu verfassen. Er studiert schließlich Germanistik und Romanistik in Wien und wird 1904 zum Dr. phil. promoviert. Bereits während seines Studiums erscheinen erste Werke von ihm (etwa 1901 der Gedichtsband „Silberne Saiten“) und er tut sich als Übersetzer französischer Autoren hervor. Außerdem begibt er sich auf zahlreiche Reisen, etwa nach Indien und Nordamerika, die ihn in Kontakt zu vielen Schriftstellern seiner Zeit bringen. Während des Ersten Weltkrieges arbeitet er freiwillig im Kriegspressequartier und wird 1918 von Zürich aus Korrespondent der Wiener „Neuen Freien Presse“. 1919 lässt er sich in Salzburg nieder und heiratet 1920 Friderike Winternitz. Es folgen zahlreiche Erzählungen, Essays und Novellen, wie auch historische Werke (1931 etwa „Marie Antoinette“).
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten flieht Zweig 1934 nach London, wo er weitere Werke wie „Maria Stuart“ 1935 oder „Magellan“ 1938 schreibt. 1938 wird seine erste Ehe geschieden, woraufhin er 1939 Lotte Altmann heiratet. Mit ihr lebt er in der Folge zunächst in New York und reist nach Argentinien, Paraguay und Brasilien, um sich schließlich in Petrópolis niederzulassen. 1941 erscheint eines seiner bekanntesten Werke „Schachnovelle“, 1942 posthum seine Autobiographie „Die Welt von Gestern“. Unter dem Eindruck des zerstörten Europas im Laufe des Zweiten Weltkriegs scheidet er am 23. Februar 1942 mit seiner Frau freiwillig aus dem Leben.
Euer Legimus-Team

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