Mittwoch, 21. Dezember 2016

Rezension: Lady Midnight - Die dunklen Mächte (Cassandra Clare)

Goldmann Verlag
Gebundenes Buch, 832 Seiten
ISBN: 978-3-442-31422-5
19,99 €

Ein kleiner Einblick

Emma Carstairs ist mittlerweile 17 Jahre alt und wird nie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern ums Leben kamen. Damals tobte ein erbitterter Krieg zwischen den Schattenjägern und Dämonen. Doch Emma glaubt nicht daran, dass der Tod ihrer Eltern mit dem Krieg zusammen hing, sondern sie aus anderen Absichten ermordet wurden. Emma lebt im Institut in Los Angeles, zusammen mit den Blackthorn-Kindern, die auch ihre Eltern verloren haben. Bald erschüttere eine mysteriöse Mordserie die Unterwelt und Emma sieht Verbindungen zu dem Mord ihrer Eltern.

Bewertung

„Lady Midnight - Die dunklen Mächte“ ist der Auftaktband zu einer neuen Trilogie rund um die Schattenjäger.
Emma Carstair und Julian Blackthorn kennt man schon aus den Bänden der „Chroniken der Unterwelt“ und sind den Leser dadurch nicht unbekannt. Cassandra Clare konnte dadurch fast nahtlos an ihrer großen Geschichte um die Schattenjäger weitermachen. 
Emma ist dem Leser schon in den „Chronik“- Bänden als eigenwillige und starke Persönlichkeit aufgefallen. Sie hat eine enge Verbindung zu der Familie Blackthorn und mittlerweile ist sie auch der Paratabai von Julian Blackthorn.
Kritisch wird es in dieser Geschichte, als der verloren geglaubte Halbbruder Mark Blackthorn von der Wilden Jagd zu den Blackthorns gebracht wird. Damit wird gegen ein Abkommen verstossen, da jeglicher Kontakt zu den Elben nach dem letzten Krieg verboten ist. Doch das Verlangen, den eigenen Bruder endlich wieder in der Familie zu haben und dem Geheimnis um den Tod von Emmas Eltern zu lösen, lässt Emma und die Blackthorns einen gefährlichen Handel eingehen.

Ist man erst einmal in der Geschichte drin, lässt sie einen kaum wieder los. Natürlich findet man auch die Teenagerromanzen, wie schon in den anderen Bänden, aber Clare beschreibt sie in dieser neuen Trilogie auf eine ganz andere Weise. Emma, Julian und die anderen Blackthorn-Geschwister haben andere Probleme als  Clary, Jace und Simon. So enfesselt sich eine ganz andere Geschichte als in den vorherigen Bänden. Auch wenn Clary, Jace und Magnus in dieser Geschichte auftauchen, sind sie eher schmückendes Beiwerk und dominieren den Band nicht. Man kann sich also ganz auf die „Neuen“ Figuren einlassen und in deren Geschichte eintauchen.
Hauptprotagonisten sind ganz klar Emma und Julian, aber auch den anderen Charakteren wird viel Spiel eingeräumt. Mark, der von den Elben wieder zu seiner Familie zurückkehrt und innerlich zerrissen ist und auch Cristina Rosales, die aus Mexiko ins Institut in Los Angeles gekommen ist und ein Geheimnis mit sich rumträgt.
 Geheimnisse gibt es in diesem Band genug, und gerade wenn eins gelöst wurde, taucht ein anderes wieder auf und trägt die Geschichte weiter voran. 
Ist man dann am Ende angekommen, lässt einen der Roman sprachlos zurück. Nein, eigentlich möchte man der handelnden Person zurufen, dass sie sofort von ihrer Handlung Abstand nehmen sollen und es doch anderer Wege gibt. Aber leider sind Buchseiten taub und man kann nur hoffen, dass man nicht allzu lange auf den nächsten Band warten muss.

Fazit

Die neue Trilogie von Cassandra Clare hat mich genauso begeistert, wie die „Chronik“-Bände. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und ausgeschmückt, die Geschichte spannend und von Höhen und Tiefen gezeichnet. Wer auf ein bisschen Teenagerromanze, eingebettet in einer spannenden und phantastischen Geschichte, steht, sollte unbedingt zu den Büchern von Cassandra Clare greifen!

5 von 5 Punkten


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen