Samstag, 31. Dezember 2016

Unsere Jahresempfehlungen 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

2016 war kein angenehmes Jahr. Es stand im Zeichen von Terror, zuletzt in Berlin, vom Syrienkonflikt und Flüchtlingskrise, Erdbeben in Italien, einem Rechtsruck in unserer Gesellschaft, weiteren Klimaschäden, dem Brexit, Fake-News mit Auswirkungen auf Wahlen, nicht zuletzt in den USA. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Entwicklungen im Neuen Jahr aufhalten bzw. umkehren lassen, dass wir wieder ruhigere und tolerantere Zeiten erleben können und uns auf Gemeinsamkeiten anstatt auf Unterschiede besinnen! 2016 war für uns aber auch wieder ein Jahr voller rührender und spannender Bücher, unsere Favoriten haben wir euch zum Abschluss des Jahres noch einmal zusammengestellt. In diesem Sinne: kommt alle gut ins Jahr 2017 und bleibt uns weiterhin als treue Leser erhalten!


https://legimus.blogspot.de/2016/11/rezension-bluescreen-ein-mirador-roman.html#more
Bluescreen, Dan Wells

Dieses Jahr möchte ich nicht nur den Roman "Bluescreen" empfehlen, sondern generell Dan Wells als Autor. Seit seiner "Serienkiller"-Bücher lese ich ihn immer wieder mit Begeisterung. Wie auch in "Bluescreen" entwirft er stets lebensnahe Protagonisten, in die man sich sehr schnell hineinversetzen kann und mit denen man mitfiebert/-leidet. Ausnahmslos immer verziert er seine Werke mit einem tollen Spannungsbogen, schreibt flüssig und in einer klaren Sprache, was das Lesen sehr angenehm macht. Seine Werke versinken auch nicht im Schwarz-weiß-Denken, sondern er fordert die Leser regelrecht heraus zu entscheiden, wie sie in den jeweiligen Situationen gehandelt hätten. "Bluescreen" ist definitiv meine Jahresempfehlung für 2016, doch sollten sich alle Liebhaber toller Bücher generell an seine Romane wagen. (Susanne)

https://legimus.blogspot.de/2016/06/rezension-unschuld-jonathan-franzen.html
Unschuld, Jonathan Franzen

Jonathan Franzen ist einer der wenigen noch lebenden großen Gesellschaftsroman-Autoren unserer Zeit, der uns noch viele Jahre mit seiner Erzählkunst erfreuen kann. So hat er nach „Die Korrekturen“ und „Freiheit“ mit „Unschuld“ erneut einen Gesellschaftsroman vorgelegt, der aktueller nicht sein könnte und trotzdem die Historie nicht vergisst. Mit einer beeindruckenden Erzählkunst ist es Franzen gelungen, in diesem Roman völlig neue Perspektiven und Themen zu setzen und dabei das große Thema der Schuld in den Mittelpunkt zu rücken. Sein Gesellschaftsroman ist gespickt mit einem komplexen Personenkonstrukt, sodass der Roman zusätzlich davon profitiert, dass er aus der Perspektive verschiedener Personen aufgezeigt wird. Dies sorgt stets für eine gewisse Spannung, da die Figuren dem Leser immer wieder entrissen werden. Da sich Jonathan Franzen in diesem Roman zudem tief in die deutsche Geschichte eingearbeitet hat, erhält er einen besonderen Reiz für deutsche Leser. (Sascha)

Monster Hunter International, Larry Correia

Als Autor konnte mich dieses Jahr besonders Nick Harkaway begeistern. Am meisten verzaubert haben mich die Graphic Novels »Höllenherz« von Christian von Aster, »Der Fluch der Spindel« von Neil Gaiman und »Der Karussellkönig«  von Fabienne Siegmund und Tatjana Kirsten. Obwohl es nicht die Reihe war, die nur Pluspunkte sammeln konnte, steht auf der Siegertreppe Larry Correias »Monster Hunter International«. Würde die Reihe verfilmt werden, ist Michael Bay der Pflichtregisseur. Es kracht, es detoniert - die Action ist bombastisch, die Story durchwachsen, die Logik hirnrissig spaßig, die Charaktere sympathische Stereotypen. Hier dürfen die Schrauben locker sitzen. Lasst die Heavy-Metal-Orks rocken, den Troll jeden Computer hacken, die Elfen Soaps sehen und Bier saufen. Habt Spaß und sprengt die Monster mit einem pompösen Knall in den Äther! (Benjamin)

https://legimus.blogspot.de/2016/12/rezension-lady-midnight-die-dunklen.htmlLady Midnight, Cassandra Clare

Da mich die Reihe um die Schattenjäger nun schon lange begleitet und mich (fast) jedes Buch restlos begeistert hat, empfehle ich euch die neue Reihe um die Schattenjäger Emma Carstairs und Julian Blackthorn. Liebgewonnene Charaktere aus den vorherigen Reihen tauchen auf und auch die neuen, die man aber auch schon kennt, treiben die Reihe unter neuen Gesichtspunkten voran.  (Jana)





https://legimus.blogspot.de/2016/08/rezension-frauen-und-tochter-elizabeth.html
Frauen und Töchter, Elizabeth Gaskell

Dieses Jahr hatte ich gar nicht wie sonst solch ein glückliches Händchen, was die Auswahl von Büchern anging, die mich wirklich vollends begeisterten. Deshalb fiel mir die Wahl meiner Jahresempfehlung gar nicht schwer. Sie fiel auf den letzten Roman der englischen Autorin Elizabeth Gaskell, der die Geschichte der siebzehnjährigen Molly Gibson erzählt, die sich nach der erneuten Heirat ihres Vaters mit einer oberflächlichen Stiefmutter herumschlagen muss, in deren Tochter Cynthia aber eine wichtige Freundin gewinnt, die Molly jedoch in ihre romantischen Verstrickungen verwickelt und auch Mollys heimliche Liebe Roger für sich gewinnen kann. Eingebettet wird diese rührende Handlung in die gesellschaftlichen Entwicklungen im ländlichen England im Zuge der sich ausbreitenden Industrialisierung und zudem angereichert mit tiefgehenden, lebensnahen Figuren, was dieses Werk zu einem großen Werk der Weltliteratur macht! (Kim)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen