Dienstag, 15. November 2016

Rezension: Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn! (Johannes Hayers, Felix Achterwinter)

rororo
Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN: 978-3-499-62872-6
9,99 €

Ein kurzer Einblick

Was macht man, wenn sich das Kind im Auto partout nicht anschnallen will? Oder immer vergisst, die Wohnungstür zuzuschließen? Oder ständig die Türen lautstark zuschmeißt? Oder die Unterschrift des Vaters fälscht? Johannes Hayers und Felix Achterwinter haben sich Antworten auf diese und weitere Alltagssituationen genau dort geholt, wo sie stattfinden: in den Familien. Herausgekommen ist ein Sammelsurium an kuriosen, lustigen und vor allen Dingen listigen Erziehungstricks, die zum Schmunzeln und manchmal auch zum Nachmachen anregen.

Bewertung

Der Aufbau dieses kleinen Büchleins mit dem weinenden Einhorn ist schnell erklärt: Die beiden Autoren haben ihr Buch in die Kapitel „Gesund und munter“, „Saubär hingekriegt“, „Erwachsen werden, wozu?“, „Zusammen leben und lernen“ und „Reden ist Gold, Ruhe auch“ unterteilt. Dabei werden die einzelnen Geschichten mit einem kleinen Einleitungstext, Dialogen zwischen den Eltern/Großeltern und ihren Kindern/Enkeln und manchmal auch einem kleinen Nachtrag dargestellt. Die 256 Seiten lesen sich aufgrund der klaren Sprache durchweg flüssig und man fliegt geradezu durch das Buch. Sehr gut gefallen haben mir besonders die hier und da eingebauten pfiffigen kleinen Comics. 
Man kann sich durchaus darüber streiten, ob diese „100 nicht ganz legalen Erziehungstricks“ pädagogisch wertvoll sind, oder nicht, aber ich denke, wenn man diesen Ratgeber mit einem Augenzwinkern liest, kann er durchaus hilfreich sein. Denn wenn man das erste Mal Eltern wird, nimmt man sich allerhand gute Dinge vor, wie zum Beispiel eben niemals die lieben Kleinen anzuflunkern, immer gelassen zu bleiben und niemals laut zu werden und so weiter und so fort… Das war bei mir nicht anders. Doch spätestens in der Unabhängigkeits- (manche nennen es Trotz-) phase merkt man plötzlich, dass sich die guten Vorsätze freudig lächelnd verabschiedet haben. Besonders leicht scheint sich die allseits beliebte Notlüge einzuschleichen… Und Fakt ist leider auch, dass in unserer heutigen Zeit viele Eltern aufgrund der eigenen und gesellschaftlichen Ansprüche recht schnell überfordert sind, und bevor der Hausfrieden schief hängt, kann man ruhig mal versuchen, die Situation auf einen (wie hier dargestellten) ausgefalleneren und öfters auch humorvolleren Weg zu entschärfen. Das Leben ist schließlich schon ernst genug. 

Fazit

Wenn es um die Erziehung der lieben Kleinen geht, sollte man öfters mal mehr Humor als unnötige Strenge hineinbringen. Denn zusammen Lachen ist viel schöner, als sich mit Tränen in den Augen böse anzustarren. „Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!“ ist dabei ein guter Ideengeber, was man in manch verfahrener Situation anders machen kann, und wirkt mit seiner humorvollen Erzählweise sehr entspannend. Und wir alle wissen ja: Lachen ist gesund.

5 von 5 Punkten

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