Dienstag, 22. November 2016

Rezension: Mordsfreunde (Nele Neuhaus)

List/ Ullstein
Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN: 9783548287423
9,99 €


Ein kurzer Einblick

Im Opel-Zoo im Taunus wird eine abgetrennte Hand gefunden. Den Rest der Leiche finden die Ermittler Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff in einer frischgemähten Wiese gegenüber des Zoo-Geländes. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote ein beliebter Lehrer und militanter Umweltschützer war, der dem Zoodirektor auch nicht unbekannt ist. Es wird klar, dass der Tote von vielen Menschen ebenso geliebt, wie auch gehasst wurde. Eine spannende Ermittlung beginnt.

Bewertung

Auch der zweite Fall des sympathischen Ermittlerduos hat mich wieder so in seinen Bann gezogen, dass ich jede freie Minute zum Lesen genutzt habe.
Es ist schon etwas her, dass ich den ersten Band gelesen habe und so musste ich mich erst wieder in die Figuren hineinfinden und auch in manche Begebenheiten des ersten Falls, die in diesem Band auch erwähnt wurden. Schnell ist der Leser aber wieder mitten in der Geschichte und hechtet von einer Seite zur nächsten.
 Nele Neuhaus konzipiert eine spannende Geschichte, in deren Mittelpunkt sich eigentlich die Leiche des Lehrers Hans-Ulrich Pauly befindet. Schnell spinnt sie aber ein Geflecht von Intrigen, sei es in wirtschaftlicher Hinsicht oder in menschlicher, das für viel Spannung sorgt.

Gefühlt liegt der Fokus des Romans diesmal mehr auf Pia Kirchhoff als auf Oliver von Bodenstein. Pia, die sich von ihrem Mann getrennt hat, lebt alleine mit vielen Tieren auf einem Gestüt. So ist sie auch empfänglich für die Avancen eines Jugendlichen und des Zoodirektors, die beide in den Fall verwickelt sein könnten. Der Leser erfährt auch mehr über ihre Vergangenheit, was sie als Hauptprotagonistin dem Leser näher bringt. Natürlich wird auch Oliver von Bodenstein nicht außen vor gelassen, aber Pia Kirchhoff steht in diesem Roman definitiv mehr im Mittelpunkt. Auch ihrer Auseinandersetzungen mit einem Kollegen wird Raum gegeben und so bringt Nele Neuhaus auch K11 mit seiner Besetzung näher an den Leser heran.

Woran ich mich am Anfang etwas schwer getan habe, waren die vielen unterschiedlichen Namen und wie sie zu dem Fall stehen. Da Nele Neuhaus diesen Fall auch in wirtschaftlicher Hinsicht gut ausgeschmückt hat, kamen sehr viele Namen und Zugehörigkeiten zum Tragen. Erst im weiteren Verlauf der Geschichte habe ich nach und nach einen Durchblick bekommen können.

Fazit

Ich kann jetzt schon sagen, dass ich die Reihe um die beidem sympathischen Ermittler sehr mag. Ich bin tatsächlich nicht auf den Täter gekommen, sondern habe mich von Nele Neuhaus schön an der Nase herumführen lassen. Lesespaß ist hier garantiert.


4,5 von 5 Punkten

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