Freitag, 21. Oktober 2016

Rezension: Demon Road - Hölle und Highway (Derek Landy)

Loewe
Hardcover, 480 Seiten
ISBN: 978-3-7855-8508-5
19,95 €

Ein kurzer Einblick

Amber ist 16 Jahre alt und ein Festessen für ihre Eltern, die sich als Dämonen entpuppen. Natürlich möchte Amber nicht als Happen auf ihren Tellern landen und ist seitdem auf der Flucht. Quer durch die USA ist sie auf der sogenannten „Demon Road“ unterwegs, einem übernatürlichen Straßennetz, das unheimliche Orte und schauerliche Wesen für Amber bereithält. Sie begegnet Hexen, Vampiren und einen nicht tot zu bekommenen Serienkiller und merkt nach und nach, dass auch in ihr unheimliche Kräfte stecken…

Bewertung

Den meisten Lesern ist die „Skulduggery Pleasant“- Reihe von Derek Landy ein Begriff. Mit „Demon Road“ wagt er sich nun an eine neue actiongeladene Buchreihe, die man wirklich als Road-Trip bezeichnen kann.
Landys Ideen sind mal wieder ziemlich wahnwitzig. Dämonen, die ihren eigenen Nachwuchs heranzüchten, nur um diesen dann genüsslich zu verspeisen, damit ihre Kräfte wieder aufgeladen werden. Natürlich möchte das der Nachwuchs, in diesem Fall Amber, nicht. Mit Unterstützung kann sie fliehen und bekommt den mysteriösen Milo an ihre Seite gestellt, der genauso geheimnisvoll, wie auch schweigsam ist.
Derek Landy spart bei diesem Buch wirklich an nichts. Viele unheimliche Ideen, wahnwitzige Figuren, groteske Schauplätze und ein ziemliches Tempo zeichnen diesen Roman aus. Teilweise war mir dieses Tempo aber zu viel und ich hatte das Gefühl, dass Landy zu viel Geschichte in diesen Band gepackt hat. Die einzelnen Geschichtsstränge wirkten manchmal etwas gehetzt und schon sehr zusammengestaucht, und es wimmelte vor übernatürlichen Wesen. Ob man die nun alle im ersten Teil gebraucht hätte, ist fraglich.
Ich habe etwas Zeit gebraucht, bis ich mit dem Hauptcharakter Amber warm geworden bin. Dazu beigetragen hat vielleicht auch das Cover, das mich am Anfang des Romans doch sehr verwirrt hat. Mit Fortschreiten der Geschichte wurde aber klar, dass dies doch gut gewählt ist und zu der Geschichte passt. Auch wollte ich Amber mehrmals kräftig schütteln. Sie ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und leider auch mit blöden Ideen. Aber selbst das hat sie irgendwann sympathisch wirken lassen, nachdem man in der Geschichte fortgeschritten ist und sie besser kennen gelernt hat. So ist sie mir zum Ende hin doch sehr ans Herz gewachsen. Ihren Begleiter Milo mochte ich dahingegen sofort, auch weil ihm etwas Geheimnisvolles umgibt. Und sehr interessant fand ich die Verbindung, die er mit seinem Charger hat. Ohne das Buch zu kennen, musste ich dennoch an „Christine“ von Stephen King denken. Auch auf einen anderen Charakter bin ich sehr gespannt, aber über diesen kann ich nicht mehr schreiben, ohne zu spoilern. Aber alleine dieser genügt schon, um den nächsten Band lesen zu wollen.
 Eins sollte noch gesagt werden. „Demon Road“ ist an manchen Stellen ziemlich eklig und auch sehr brutal. Wer so etwas nicht gerne liest, sollte die Finger von dem Roman lassen.


Fazit


Obwohl ich teilweise nicht mehr aufhören konnte zu lesen, bin ich sehr zwiegespalten, was die Bewertung für dieses Buch angeht. Einerseits fesselnd und interessant, andererseits hadere ich mit der vielen Handlung, die den Roman irgendwie gepresst wirken lässt und mich an manchen Stellen auch etwas enttäuscht zurück ließ. Trotzdem freue ich mich schon auf den zweiten Band und bin höllisch gespannt, wie es mit Amber und den anderen Charakteren weiter geht.


3 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen