Donnerstag, 21. April 2016

200. Geburtstag: Charlotte Bronte

Liebe Leserinnen und Leser,

heute jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag der ältesten der drei Brontë-Schwestern. Charlotte wurde 1816 als drittes Kind einer Pfarrersfamilie in Thornton geboren. Bereits in ihrer Kindheit verlor sie sowohl ihre Mutter, als auch ihre beiden älteren Schwestern. Unterrichtet wurde sie zunächst zu Hause, bis sie schließlich eine Schule in Cowan Bridge und später in Roe Head besuchte, die sie als Klassenbeste abschloss. 1835 wurde Charlotte dann als Lehrerin in ihrer alten Schule angestellt, in den Jahren 1839 und 1841 war sie als Gouvernante tätig. Gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Emily reiste sie schließlich 1842 nach Brüssel, um an einem Pensionat ihre Französischkenntnisse zu verbessern. Die Schwestern planten, in ihrer Heimat eine eigene Schule zu eröffnen. In Brüssel verliebte sie sich in den Ehemann der Pensionatsleiterin, Monsieur Heger, der ihre Gefühle jedoch nicht erwiderte. Diese Thematik verarbeitete sie in ihrem Roman „Der Professor“, der jedoch erst posthum veröffentlicht wurde. 1844 kehrte Charlotte schließlich nach England zurück, das Schulprojekt der Schwestern konnte jedoch nicht umgesetzt werden. Dafür arbeiteten Charlotte und Emily gemeinsam mit der jüngsten Schwester Anne allesamt an Gedichten und eigenen Romanen, die Geschwister waren bereits seit ihrer Kindheit literarisch aktiv gewesen. Unter Pseudonymen brachten sie eine Gedichtssammlung „Poems by Currer, Ellis, and Acton Bell“ heraus. Außerdem veröffentlichte Charlotte in der Folge drei Romane: ihr wohl bekanntestes Buch „Jane Eyre“ erschien 1847, 1849 folgte „Shirley“ und 1853 „Villette“. Sie brachten ihr bereits zu Lebzeiten literarische Anerkennung ein und kurze Zeit hatte sie auch Kontakt zu Londons literarischen Kreisen. 1854 heiratete Charlotte den Hilfspfarrer ihres Vaters, Arthur Bell Nicholls, doch kein Jahr später starb sie bereits am 31. März 1855 während ihrer Schwangerschaft an Tuberkulose. 
Euer Legimus-Team

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