Mittwoch, 16. März 2016

90. Geburtstag: Siegfried Lenz

Liebe Leserinnen und Leser,

morgen, am 17. März, wäre der bedeutende deutsche Schriftsteller Siegfried Lenz 90 Jahre alt geworden. Er wurde 1926 im ostpreußischen Lyck als Sohn eines Zollbeamten geboren, verlor bereits früh seinen Vater und wuchs daraufhin bei seiner Großmutter auf. Nach seinem Notabitur wurde er 1943 eingezogen und diente in der Kriegsmarine. Kurz vor dem Ende des Krieges desertierte er und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg studierte er schließlich an der Universität Hamburg Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft, was er jedoch vorzeitig abbrach, um als Volontär bei der „Welt“ zu arbeiten. Dort lernte er seine spätere Ehefrau Liselotte kennen, die er 1949 heiratete. Kurz darauf, 1951, veröffentlichte Lenz seinen ersten Roman „Es waren Habichte in der Luft“. Es folgten weitere Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten wie etwa „So zärtlich war Suleyken“ (1955) und „Brot und Spiele“ (1959), die es Lenz ermöglichten, als freier Schriftsteller in Hamburg zu leben. Zudem setzte er sich für die SPD und die Ostpolitik Willy Brandts ein. 1968 erschien schließlich sein bekanntester Roman „Deutschstunde“ über die Vermischung von Pflicht und Schuld während des Nationalsozialismus. 1978 folgte der Roman „Heimatmuseum“ und 1999 „Arnes Nachlaß“. Nach dem Tod seiner Frau heiratete Lenz 2010 ein weiteres Mal und gründete 2014 eine Stiftung, die den Siegfried Lenz Preis seit jeher vergibt. Am 7. Oktober desselben Jahres starb er schließlich in Hamburg. Posthum wurde 2016 noch sein 1951 geschriebener Roman „Der Überläufer“ veröffentlicht.
Euer Legimus-Team

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