Freitag, 27. November 2015

Rezension: Doctor Who - Herrschaft des Schreckens (Abadzis, Casagrande, Florean)

Softcover, 132 Seiten
ISBN:  978-3957982872
16,99 €

Ein kurzer Einblick
 
Der Doctor ist über neunhundert Jahre alt, kann seinen Körper regenerieren und reist in seinem Raumschiff, der Tardis, durch Raum und Zeit. Da er nicht gerne alleine reist, lädt er immer wieder Menschen ein, ihn zu begleiten und seine Companions zu werden. Als eine junge Mexikanerin namens Gabriella von unheimlichen Gestalten bedroht wird, reist der Doctor in das New York der Gegenwart und stellt schnell fest, dass nicht nur Gabriella in Gefahr ist, sondern die ganze Menschheit.

Bewertung

Ab jetzt flimmert der Doctor mit seinem Companion nicht nur über die Mattscheibe, nein, man kann mit ihm nun auch Abenteuer in Comic-Form erleben. 
Ich bin immer etwas skeptisch, wenn TV-Serien in einen Comic umgewandelt werden. Bei „Buffy“ fand ich das Endergebnis so schrecklich, dass ich nie über den ersten Comicband hinausgekommen bin.
Anders ist es mir nun bei dem „Doctor Who“- Comic ergangen. Gleich am Anfang des Comics wird erst einmal auf das Du/Sie-Paradoxon eingegangen und erklärt, wieso man sich in diesem Comic für das „Sie“ entschieden hat. Eingefleischte Whovians sehen in diesem Paradoxon wirklich Diskussionsbedarf und so ist es sehr angenehm, die Hintergründe für das verwendete „Sie“ in diesem Comic zu erfahren.
In dem Comic selbst wird ein neuer Companion eingeführt, den es in der TV-Serie nicht gibt. Erst war ich ein bisschen befremdet davon, da ich vorher annahm, entweder auf Rose, Martha oder Donna zu treffen, die den zehnten Doctor in der TV-Serie begleitet haben. Im Endeffekt gefällt mir aber eine Einführung eines neuen Companion für den Comic besser. So haben die Geschichtsschreiber neue Möglichkeiten erhalten, eine Hintergrundstory und neue Fertigkeiten des Companions zu nutzen.
In „Herrschaft des Schreckens“ lernt der Doctor Gabriella, kurz Gabby genannt, kennen und erlebt sein erstes Abenteuer mit ihr im heutigen New York. Der Comic wirft auch gleich einen Blick auf die Lebenssituation von Gabby, sodass man ein gutes erstes Bild von ihr bekommt. Nach Bestehen des ersten Abenteuers lädt der Doctor Gabriella in die Tardis ein und sie erleben ein Abenteuer auf einem anderen Planeten. Gabby benutzt auf dieser Reise ein Notizbuch, in dem sie ihre Gedanken mit Bild und Schrift festhält. Dies zeigt gut, was Gabby auf der Reise empfindet und wie sie über die gesamten Geschehnisse denkt. Zugleich gibt dies noch einmal einen tieferen Einblick in ihre Persönlichkeit und bringt sie so dem Leser näher. 

Die Zeichnungen passen gut zur Geschichte und ich finde den zehnten Doctor auch ziemlich gut getroffen. Am Ende des Bandes befindet sich eine Covergalerie der verschiedenen Ausgaben und in der Geschichte selbst findet man auch zwei seitengroße Zeichnungen, die als Trennung der beiden Einzelgeschichten fungieren.

Fazit

Diesen Comic zu lesen, macht einfach nur Spaß. Die Zeichnungen sind toll, die Geschichte ist stimmig zum Text, über den man immer wieder Schmunzeln kann und in dem man auch den altbekannten Humor aus der Serie wiederfindet. Rundum ein gelungenes Comic-Format.

4,5 von 5 Punkten

Wir danken Panini Comics für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.


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