Montag, 3. August 2015

Rezension: Die Auserwählten 2. In der Brandwüste (James Dashner)

Chicken House im Carlsen Verlag
3 Taschenbücher im Schuber mit Bonusmaterial, 1520 Seiten -

Band II: 496 Seiten
ISBN: 978-3-551-52068-5
29,99 €


Ein kurzer Einblick

Sie dachten, sie haben es hinter sich, sie wären in Sicherheit. Doch nur eine Nacht konnten sich die 20 überlebenden Jungen und das Mädchen nach der Flucht aus dem Labyrinth ausschlafen. Dann beginnt bereits das grausame Spiel von ANGST von neuem: Aufgehängte Leichen, kryptische Rätsel, todbringende Kugeln, sengende Hitze, ein vermeintlich nicht zu besiegender Virus und ein Verrat, den Thomas nicht so einfach verdauen kann…

Bewertung

„In der Brandwüste“ beginnt ohne Vorgeplänkel dort, wo der erste Teil aufgehört hat. Obwohl in den ersten Tagen für die Jungen nicht viel passiert und sie die meiste Zeit einfach abwarten müssen, ist die Atmosphäre bereits energiegeladen und spannend, einfach weil man nicht weiß, was als nächstes kommt. Dazu kommt dann noch die leise Vorahnung, dass es eigentlich nichts Gutes sein kann und das bestätigt sich im Laufe der Geschichte immer wieder.
Dashner hat sich dabei für den zweiten Teil wieder einige fiese Grausamkeiten einfallen lassen, die mich stets mit den Jungen haben mitleiden lassen! Man fragt sich dabei immer öfter, was das alles eigentlich für einen Sinn haben soll, doch bis auf wenige Häppchen und gekonnt eingestreute Erinnerungsträume von Thomas bekommt man auch hier nicht allzu viel von dem großen Ganzen mitgeteilt.
Es ist natürlich schön zu sehen, dass die Gemeinschaft der Jungen auch in der Wüste zusammenhält. Auch unter den widrigsten Bedingungen versuchen sie, sich selbst treu zu bleiben und auch wenn es wirklich um Leben oder Tod geht, helfen sich die meisten von ihnen gegenseitig.
Das alles hält natürlich die Spannung nochmal enorm hoch und ist auch eine gute Vorbereitung auf den Abschlussband, welcher besonders durch die letzten zwei Kapitel und den Epilog vorbereitet wird.
Als Kritikpunkt muss ich dieses Mal aber wirklich anführen, dass aus der Gruppe, obwohl sie alle für die Experimente wichtig sein sollen, kaum jemand anderes außer den „Anführern“ Thomas, Minho, Newt und Teresa zu Wort kommen und auch kaum weitere Namen genannt werden. Da die Geschichte aus Sicht von Thomas erzählt wird, mag es in gewisser Hinsicht auf die Ereignisse einleuchtend sein, aber ich finde, es entspricht nicht seinem Charakter.

Fazit

Dieser zweite Teil ist eine durchaus gelungene, wenn auch grausame Fortsetzung. Dass jedoch ca. 20 Personen durch die Geschichte laufen - im wahrsten Sinne des Wortes -, dabei aber keine Namen, geschweige denn Gesichter oder aktives Mitspracherecht haben, ist sowohl unrealistisch als auch sehr schade. Ich hoffe, dass das im dritten Band besser wird.

3,5 von 5 Punkten

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