Montag, 17. August 2015

Rezension: City of Heavenly Fire (Cassandra Clare)

Arena Verlag
Gebunden, 896 Seiten
ISBN: 978-3-401-06674-5
24,99 €

Ein kurzer Einblick

Sebastian Morgenstern, Valentins Sohn und Clarys Bruder, bedroht das Leben der Irdischen. Clary, Jace und die anderen dringen daraufhin in die Schattenwelt ein, um seine Pläne zu stoppen. Schwierige Entscheidungen müssen getroffen werden…

Bewertung

Fans der „Chroniken der Unterwelt“ haben sehnsuchtsvoll auf den letzten Band gewartet. Die Frage nach dem Ende und wie die Autorin, Cassandra Clare, dies umgesetzt hat, ließ einen an den Fingernägeln kauen. Aber zur Beruhigung, mir sind keine Fingernägel abhanden gekommen und für mich hat die Autorin einen guten Abschluss der gesamten Geschichte geschaffen.
Auf Leser/innen, die schon die Reihe „Chroniken der Schattenjäger“ gelesen haben, wartet auch eine Überraschung in diesem finalen Abschlussband. So hatte man zum Schluss doppelte Freude und nicht das Gefühl, dass irgendwas fehlt, sondern die Reihe zu einem schönen Abschluss gekommen ist.
Zu der Geschichte in „City of heavenly fire“ gibt es gar nicht so viel zu sagen. Der Stil ist der gleiche geblieben. Spannend, witzig und unterhaltsam sind die Adjektive, die hier am ehesten zutreffen. Teilweise zieht sich die Geschichte etwas in die Länge und man ist geneigt, über zu detailreiche Stellen einfach hinweg zu lesen. Ansonsten kommt man aber sehr rasch durch dieses doch dicke Buch, da einem die Geschichte einfach gefangen nimmt. Interessant ist die Einführung des Charakters Emma Carstairs. Hier könnte ich mir vorstellen, dass die Autorin sich entschließt, eine weitere Reihe mit diesem Charakter weiterzuführen. In „City of heavenly fire“ wird sie so eingeführt und ihre Geschichte mitgetragen, dass es durchaus im Rahmen der Möglichkeiten wäre.
Auch die anderen Figuren, jede für sich, erzählt wieder ihre eigene Geschichte. Mir persönlich sind Magnus und Alec ziemlich ans Herz gewachsen und ich muss gestehen, dass mir ihre Geschichte fast noch wichtiger war als die von Clary und Jace. Tragik war aber in allen Liebeswirrungen enthalten, so dass dieser Roman doch sehr bittersüß war. Gerade eine Szene in der Schattenwelt beschreibt die Empfindungen sowie die Wünsche der Protagonisten sehr gut und ermöglicht damit noch einmal ein interessanten Blick in die Gefühlswelt der Einzelnen.
Selbst Sebastian hat es mir als Charakter angetan. Teilweise kann man ihn und seine Gefühle sogar verstehen und das macht das Ende des Romans besonders tragisch und lässt einen, was diesen Charakter angeht, mit einem traurigen Gefühl zurück.

Fazit

Der befürchtete letzte Band hat mich nicht mit einem unbefriedigenden Gefühl zurückgelassen. Es gab Trilogien, da wollte ich das letzte Buch nach dem Auslesen an die Wand knallen. Das war bei diesem Abschluss definitiv nicht gegeben. Die Geschichte findet ein Ende, mit dem der Leser zufrieden sein kann, und mit der Protagonistin Emma Carstairs vielleicht auch einen Neuanfang.

4 von 5 Punkten


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