Mittwoch, 3. Juni 2015

Rezension: Wunderschönes Chaos (Gary Russell)

Taschenbuch, 260 Seiten
ISBN: 9783864253119
12,80 €

Ein kleiner Einblick

Der Doktor ist mit seinem Companion Donna Noble wieder in London. Donna möchte etwas Zeit mit ihrer Familie verbringen. Ihr Großvater freut sich besonders über diesen Besuch, denn er hat gerade einen neuen Stern am Himmel entdeckt und soll daraufhin geehrt sowie dieser Stern mit seinem Namen versehen werden. Doch dem Doktor gefällt es nicht, was sich am Himmelszelt abspielt…

Bewertung

„Dr. Who“ begeistert seit 1963 im Fernsehen eine riesige Fangemeinde. 1989 wurde die Serie dann vorläufig eingestellt und seit 2005 gibt es wieder einen Doktor, der eine neue Generation Whovians begeistert. Oder besser gesagt mehrere Doktoren, denn der Doktor stirbt nicht, sondern regeneriert sich, was einerseits auch die Langlebigkeit der Serie erklärt.
„Wunderschönes Chaos“ handelt vom zehnten Doktor, der in der Fernsehserie von David Tennant verkörpert wird. Mit seinem Companion Donna hat er schon viele Abenteuer erlebt und zwischendurch machen sie immer wieder Halt auf der Erde, damit Donna ihre Familie wiedersehen kann. In diesem Roman wird das Augenmerk auf Donnas Beziehung zu ihrer Mutter gelegt, die sich doch als schwierig herausstellt. Auch die Freundin von Donnas Großvater Netty, die an Alzheimer erkrankt ist, spielt eine wichtige Rolle in diesem Roman.
Der Roman konnte mich nicht von Anfang an fesseln. Erst ab der Hälfte habe ich Spaß daran gefunden, ihn zu lesen, als sich die ganzen Puzzlestücke anfingen zusammenzufügen. Zuvor hat mich die Geschichte einfach zu sehr verwirrt. Zwar kenne ich dies schon aus den Fernsehepisoden, aber dies in schriftlicher Form vorzufinden, war doch anders. Wie oben schon geschrieben, löste sich die Verwirrung irgendwann und ich war von der Geschichte gefesselt. Der Roman wurde dann auch zur typischen Dr. Who-Geschichte, wie man diese aus dem Fernsehen kennt. Eine Übermacht probiert die Welt zu verändern und zieht sich dafür ein paar Menschen heran, die von ihr geschickt manipuliert werden. Am Ende erkennt man dann mit einem Aha-Effekt die Verbindungen und zum Schluss wirkt die Geschichte einfach nur rund und man kann wieder aus dem Doctor Who-Universum zufrieden auftauchen.
Am Anfang des Bandes gibt es eine Einleitung vom Autor selber. Und als melancholisches Schmankerl gibt es eine Passage, die nach der Zeit spielt, als Donna den Doctor als Companion verlassen musste.

Fazit

Ein schöner Roman für Fans der Serie, der einen noch einmal tiefer in die Beziehung zwischen Donna und ihrer Mutter eintauchen lässt und Wilfred Motts Freundin Netty eine interessante Rolle zukommen lässt. Jemand, der noch nie was vom Doctor gehört hat, sollte lieber die Finger von dem Roman lassen, da man doch einfach viel Hintergrundwissen braucht, um sich in der Welt des Doctors zurecht zu finden. 

3,5 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen