Dienstag, 2. Juni 2015

Rezension: Bruderkrieg (J. R. Ward)

Taschenbuch, 304 Seiten
ISBN: 978-3-453-56510-4
7,95 €

Ein kleiner Einblick

Rhage steckt in der Klemme. Die Jungfrau der Schrift will seinen Verstoß gegen ihr Gebot nicht einfach hinnehmen und plant eine Bestrafung. Die Lesser wollen seine Vernichtung und er selbst kämpft immer noch mit seinen Gefühlen für die menschliche Mary Luce, die todkrank ist. Kann Rhage einem Weg finden, der für alle begehbar ist?

Bewertung

Bruderkrieg ist der Nachfolgeband von „Ewige Liebe“, in dem weiterhin wieder Rhage mehr im Mittelpunkt steht, als die anderen Figuren der Geschichte. Rhage ist hin und her gerissen, wie er mit seiner Liebe zu der sterblichen und dazu auch noch unheilbar kranken Mary umgehen soll. Die Bruderschaft fühlt einerseits mit ihm, andererseits kennt sie die Gefahren, die damit einhergehen.
Auch der zweite Band hat mich irgendwie fasziniert. Ich mochte die Darstellung der einzelnen Charaktere. Mittlerweile habe ich einen Zugang zu ihnen gefunden und tauche doch mehr in ihre Welt ein, als es in den vorherigen drei Bänden der Fall war.
Zwar zeichnet sich ein bestimmtes Muster ab, was sich wohl auch in den Nachfolgebänden nicht ganz ändern wird. Aber durch die Unterschiedlichkeit der Charaktere verspricht es dennoch, interessant zu werden.
Bei diesem Teil wird die Beziehung zwischen Rhage und Mary intensiviert und die große Frage, ob ein Zusammenleben möglich ist, beziehungsweise ob ihre Liebe überhaupt eine Chance hat geklärt. Dafür hat die Autorin immer wieder überraschende Wendungen parat und am Ende war ich ehrlich überrascht. 
Auch den immer währenden Kampf mit der inneren Bestie von Rhage fand ich in diesem Roman gut eingebracht. Es wirkte nicht störend, sondern passte einfach gut in die Geschichte mit rein und hat noch einmal die richtige Würze in die Beziehung zwischen Mary und Rhage gebracht.
Auch die Nebenstränge haben gepasst. Sie umschlangen den eigentlichen Kern der Geschichte und gaben gleichzeitig das Versprechen, irgendwann auch zu einer Hauptgeschichte zu werden. So kann man nun schon ahnen, dass sich einer der nächsten Bände um Zsadist und Bella dreht.
Auch John verspricht zu einem interessanten Charakter zu werden.

Fazit

„Popcornliteratur“, an der man immer mehr Gefallen finden kann. Hat man die Figuren und die Hintergründe besser kennengelernt, ergibt sich langsam ein schlüssiges und spannendes Bild.
Mehr Hintergrundwissen sorgt hier für mehr Lesespaß.

3 von 5 Punkten

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