Freitag, 26. Juni 2015

Filmkritik: Jurassic Park


Mittlerweile ist der 1993 von Steven Spielberg gedrehte Film über die geklonten Dinosaurier von Michael Crichton, der auch am Drehbuch für den Film mitschrieb, bereits ein Klassiker. In knapp zwei Stunden müssen sich hier Sam Neill als Alan Grant, Laura Dern als Ellie Sattler und Jeff Goldblum als Ian Malcolm im von John Hammond geschaffenen Freizeitpark durchschlagen. Dieser wurde von Sir Richard Attenborough dargestellt, welcher am 24.08.2014 verstorben ist.


Ich weiß nicht mehr genau, wie alt meine Schwester und ich waren, als wir zum ersten Mal „Jurassic Park“ sahen. Da wir aber noch ziemlich jung waren, hatte unser Vater den Anfang auf der damals guten alten VHS Kassette vorgespult. Der Grund war, dass die Handlung anders als im Buch gleich mitten im großen Geschehen einsteigt und gezeigt wird, wie gefährlich diverse Dinosaurierarten sein können. Das wollte unser Vater uns dankbarerweise ersparen. Dummerweise kannte er das Buch wohl nicht und ließ uns den restlichen Film alleine weiterschauen. Bis zu der Stelle, an dem der Strom  von den Zäunen weg ist und der T-Rex ausbricht…
Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass die Szene recht buchkonform umgesetzt wurde, bis auf die Tatsache, dass die Figur des Ed Regis, dem PR-Manager des Parks, komplett weggelassen wurde. Einige seiner Charaktereigenschaften und auch sein Abgang wurden aber auf den Anwalt Donald Gennaro übertragen. Auch bei den anderen Charakteren wurden teilweise Änderungen zum Buch vorgenommen: John Hammond kommt insgesamt viel positiver herüber und zeigt auch mehr Gewissen. Von seinen Enkeln ist hier Lex die Ältere und hat mehr Computerwissen, als dass sie wie im Buch eine Sportfanatikerin ist. Der abtrünnige Programmierer Dennis Nedry kommt genauso unsympathisch rüber wie im Buch und bei Grant und Sattler hat man durchaus das Gefühl, dass die beiden anders als bei der Vorlage ein Paar sind.
Auch bei den Dinosauriern wurden einige Änderungen vorgenommen. So hat der T-Rex nach seiner Ausbruchsszene nur noch drei weitere kleine Auftritte, statt wie im Buch Grant und die Kinder am laufenden Band zu verfolgen. Der kranke Stegosaurus aus dem Buch wird ein Triceratops, wahrscheinlich einfach deshalb, da dieser von der Kopfform her imposanter aussieht. Insgesamt kommen viel weniger Dinosaurier im Film vor, als in der Vorlage. Gerade das Buchende mit den Raptoren hätte ich gern verfilmt gesehen.  
Der Film hält sich bis auf den Anfang und den Schluss aber insgesamt recht gut an die Vorlage. Besonders einige Dialoge, gerade die von Ian Malcolm, haben mich präzise an die Vorlage erinnern. Kleinere Änderungen, wie z.B. dass die Kinder beim Rundgang noch nicht dabei waren oder Hammond diesen selber durchführte, kann man sehr gut verkraften, da diese sehr gut eingefügt wurden.

Fazit

Mit seiner etwas pathetischen, aber trotzdem tollen Filmmusik, gut dosierter Spannung, herrlichen Landschaftsbildern, ethischen Grundüberzeugungen und nicht zuletzt fast gänzlich tollen Schauspielern setzt „Jurassic Park“ die Grundidee der Vorlage sehr gut um. Auch wenn mir manche Wendungen des Buches fehlen, so gefällt mir dieser Film trotzdem sehr gut.

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