Dienstag, 26. Mai 2015

Rezension: Tanith Low - Die ruchlosen Sieben (Derek Landy)

Loewe Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7850-6
12,95 €

Ein kurzer Einblick

Tanith Low ist von einem Restanten besessen. Die nette Tanith, wie wir sie aus den vorherigen Skulduggery Pleasant-Bänden kannten, ist nicht mehr da. Stattdessen sammelt sie nun einen Haufen von Verbrechern um sich, um die Götterwaffen zu vernichten. Aber auch ein kleiner Trupp von Zauberern ist unterwegs, um die Götterwaffen an sich zu bringen.

Bewertung

Ich habe mich richtig auf diesen Roman gefreut, da ich doch Tanith als Charakter in den Skulduggery Pleasant-Bänden sehr liebgewonnen habe. Doch Tanith ist nicht mehr die Alte, da sie nun ihren Körper mit einem Restanten teilt. Um die aufkommende Darquise zu schützen, will sie die Waffen zerstören, mit denen man einen Gott töten kann. Dazu scharrt sie sechs Verbrecher um sich, darunter auch viele Bekannte aus den Skulduggery-Büchern, um sich derer anzueignen. Gleichzeitig versucht auch eine Truppe aus sieben Zauberern der magischen Gegenstände habhaft zu werden. Spannung sollte hier eigentlich garantiert sein, kam aber leider bei mir nicht so auf. Der Roman war interessant zu lesen, aber dass ich davon gefesselt war, war leider nicht der Fall. Am interessantesten fand ich noch die Geschichte von Taniths Kindheit, die in kursiver Schrift in diesem Roman zu finden war. Auch fand ich es sehr spannend, die einzelnen Bösewichte kennenzulernen, aber trotzdem hat mir das gewisse Etwas an diesem Roman gefehlt. Die Truppe der Zauberer hat mich auch etwas verwirrt. Die Namen habe ich immer wieder durcheinander geworfen und eine konkrete Vorstellung von den Personen habe ich auch nicht bekommen, obwohl sie im Buchumschlag sogar abgebildet wurden. Die „Bösen“ sind auch abgebildet und zwar vorne im Buchumschlag. Hier ist es mir aber natürlich viel einfacher gefallen, sie zu identifizieren. Aber die Idee, alle Figuren zeichnerisch darzustellen, finde ich grandios. Die Bösewichte sind dem Zeichner auch sehr gut gelungen und waren eine wirkliche Bereicherung für mich, gerade da ich mir nun Billy-Ray Sanguin viel besser vorstellen kann.
Den Plot der Geschichte fand ich etwas überraschend. Gerade wenn man als Leser immer noch an der „alten“ Tanith festhält, kommt es zu einigen Überraschungsmomenten. Andererseits zeigt diese Geschichte gut, wie sich ein Restant auf den Geist eines Lebewesens auswirkt und was ihn dann so anders macht. Auch in dieser Hinsicht wartet der Roman doch mit einigen Überraschungen auf.

Fazit

Spannend, aber nicht fesselnd ist diese Geschichte um Tanith Low. Mal die Seite der Bösewichte näher zu betrachten, war interessant, aber mehr leider nicht. Spannender wird es sein zu schauen, inwieweit dieser Spin-Off sich auf die weitere Geschichte von Skulduggery Pleasant auswirkt.

2 von 5 Punkten

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