Freitag, 22. Mai 2015

130. Todestag: Victor Hugo

Liebe Leserinnen und Leser,

heute jährt sich zum 130. Mal der Todestag eines von Frankreichs größten Schriftstellern, Victor Hugo. Am 26. Februar 1802 in Besançon als dritter Sohn eines Offiziers geboren, lebte er die meiste Zeit in Paris und besuchte nach der Trennung der Eltern dort ein Privatinternat. Er begann bereits im Kindesalter literarisch aktiv zu werden, gründete mit seinen Brüdern eine literarische Zeitschrift und veröffentlichte mit Anfang 20 erste kleinere Bücher und Gedichtssammlungen. 1831 erschien schließlich eines seiner bekanntesten Werke: „Der Glöckner von Notre-Dame“, dessen Handlung 1482 rund um die Kathedrale spielt. Neben seiner literarischen Tätigkeit war Hugo auch politisch aktiv. Zunächst überzeugter Anhänger der Royalisten, wandelte sich seine politische Einstellung allmählich etwa durch eigene Erfahrungen mit der Zensur und das Miterleben des Elends der Arbeiterklasse bis hin zum Republikaner. Nach dem Staatsstreich im Jahre 1851 durch den späteren Kaiser Napoleon III. wurde er schließlich aus Frankreich verbannt und ließ sich auf Guernsey nieder, wo er jahrelang an seinem größten Roman arbeitete: Les Misérables – die Elenden. Dieser wurde 1862 veröffentlicht und prangerte auf schärfste das Elend der Arbeitermassen vor allem in Paris an, für das er die Regierung verantwortlich machte. Nach dem Sturz von Napoleon III. im Jahre 1871 kehrte Hugo nach Frankreich zurück und wurde 1876 in den Senat gewählt. 1878 erlitt er einen Schlaganfall und starb schließlich 1885 als Volksheld verehrt in Paris. 
Euer Legimus-Team

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