Montag, 16. März 2015

75. Todestag: Selma Lagerlöf

Liebe Leserinnen und Leser,

heute jährt sich zum 75. Mal der Todestag einer der bedeutendsten Schriftstellerinnen Schwedens, Selma Lagerlöf. Sie wurde am 20. November 1858 auf dem Gut Mårbacka in Värmland geboren. Sie litt von Geburt an an einem Hüftleiden, das zwischenzeitlich zu einer kompletten Lähmung ihrer Beine führte. Durch verschiedene Behandlungen verschwand diese mit der Zeit wieder, ein leichtes Hinken blieb jedoch zurück. Sie verbrachte früh ihre Zeit mit Büchern und interessierte sich für Sagen und Märchen aus ihrer Heimat. Ab 1882 ließ sie sich in Stockholm zur Volksschullehrerin ausbilden und arbeitete in diesem Beruf bis 1895. Währenddessen verfasste sie ihren ersten Roman „Gösta Berling“, der 1891 erschien und vom gleichnamigen trunksüchtigen Pfarrer handelt. Nach dem etwas verspäteten Erfolg des Buches verließ Lagerlöf ihren Lehrerberuf und reiste zunächst durch Südeuropa, um sich dann in Falun niederzulassen.
Weitere Werke folgten, bis sie 1906/07 ihr bekanntestes Buch „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ veröffentlichte, das Schulkindern ihre Heimat näher bringen sollte. 1909 erhielt sie schließlich als erste Frau überhaupt den Nobelpreis für Literatur. Mittlerweile lebte sie wieder auf dem elterlichen Gut Mårbacka, wo sie sich der Landwirtschaft widmete, während sie weiterhin Bücher wie „Liljecronas Heimat“, „Der Kaiser von Portugallien“ und eine dreiteilige Autobiographie schrieb und sich vor allem für die Rechte der Frauen engagierte. Sie starb 1940 an einem Schlaganfall.
Euer Legimus-Team

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