Montag, 2. Februar 2015

Rezension: Alpha & Omega (Markus Orths)

Schöffling & Co.
Gebunden, 528 Seiten

ISBN: 978-3-89561-473-6
24,95€

Ein kurzer Einblick

Alpha kommt aus dem Nichts, ist einfach da und dazu bestimmt, die Welt zu retten. Dumm nur, dass sie eigentlich gerade eine Karriere als Model anstrebt und der große Moment für sie gekommen ist, bei Victoria´s Secret den Fantasy Bra zu tragen. Wird sie die Welt trotzdem retten?

Bewertung

Diesen Roman von Markus Orths habe ich mir nach einer Lesung von ihm geholt. Die Lesung war sehr witzig und der Roman hörte sich so wunderbar skurril an, dass ich ihn einfach kaufen musste.
Leider konnte ich mich dann zu Hause nicht so recht mit ihm anfreunden. Er ist gut geschrieben, das stelle ich hier nicht in Frage, aber mir persönlich sind manche Passagen einfach zu ausschweifend und zu detailliert. Beim Lesen ist mit dann recht schnell klar geworden, dass die Geschichte mich in dieser Romanform nicht so recht begeistern kann. Längere detailreiche Episoden wechselten sich immer wieder mit spannenden Episoden ab. Mein Lesefluss stockte jedes Mal, wenn ich zu einer detailreichen Episode kam und dann dauerte es wieder, bis ich diesen Roman zur Hand nahm, um weiterzulesen. So habe ich gut und gerne für dieses Buch mehrere Wochen gebraucht, bis ich es durchgelesen hatte.
An sich muss man diesen Roman aber loben, da man merkt, wie viel Arbeit der Autor Markus Orths investiert hat. Die gesamten Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet worden und stimmen auch in den kleinsten Details. Darüber hinaus sind sie spannend gezeichnet und man erlebt wirklich das Gefühl, sie zu kennen, was bestimmt auch mit der Liebe zum Detail zusammenhängt. Außerdem ist diese Geschichte so einfallsreich und witzig, ein komischer Zufall folgt dem nächsten, dass man einfach, auch wenn man Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten macht,  gut in sie hineintauchen kann.

Fazit

Beim Lesen des Romans hatte ich immer die Stimme von Markus Orths im Kopf, die mir auf der Lesung so wahnsinnig gut gefallen hat. Am Schluss bin ich zu der Einsicht gekommen, dass mir persönlich der Roman besser in einer Hörbuchform gefallen hätte (am liebsten natürlich vom Autor selbst gelesen), so dass ich mich nicht durch einzelne Passagen hätte hindurchquälen müssen. Im Großen und Ganzen hat Markus Orths aber einen großartigen Roman geschrieben, der aus einem Feuerwerk von skurrilen Charakteren und noch wahnwitzigeren Begebenheiten besteht.

4 von 5 Punkten

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