Donnerstag, 11. Dezember 2014

Rezension: Wind aus West mit starken Böen (Dora Heldt)

GoyaLit
Hörbuch, 4 Cds
ISBN: 978-3-8337-3306-2
15,99€

Ein kurzer Einblick

Katharina wollte eigentlich nicht mehr auf Sylt fahren. Hier hat sie ihre Kindheit verbracht und damit war es eigentlich gut für sie. Doch eine neue Rechercheaufgabe für den bekannten Schriftsteller Bastian de Jong bringt sie wieder auf Sylt.  Dort angekommen darf sie sich mit ihrer chaotischen Schwester und deren Segelschule auseinandersetzen und ausgerechnet läuft ihr dann auch noch ihre Jugendliebe über den Weg.
Bewertung

Das neue Hörbuch von Dora Heldt konnte mich leider nicht völlig überzeugen. Die Geschichte an sich ist ganz nett, aber leider ohne jeden Höhepunkt und plätschert vor sich her. Die Hauptprotagonistin Katharina wirkt distanziert auf den Leser und wurde mir erst zum Ende hin etwas sympathischer. Natürlich hat das auch  mit der Geschichte und deren Entwicklung zu tun, machte mir das Zuhören aber um einiges schwerer. Die anderen Charaktere, fand ich ehrlich gesagt, auch eher nervig, nur die Menschen, die mit Inken und ihrer Segelschule zu tun hatten, haben mir die Geschichte um einiges versüßt.
Die Geschichte wurde von Dora Heldt selber gelesen. Dies fand ich nicht unbedingt schlecht, aber ihr vorleserisches Können konnte mich auch nicht ganz überzeugen. Überhaupt nicht gefallen haben mir die beiden Gastsprecher Christian Rudolf und Jürgen Uter. Ihre Stimmen passen zu den Figuren, da einer Däne und der andere Niederländer ist und dadurch auch der passende Akzent vorhanden ist. Aber leider fand ich sie eher unpassend für das komplette Hörbuch und war auch sehr schnell von den Passagen genervt, in denen sie zu hören waren.
Die Geschichte im Ganzen betrachtet ist mir einfach zu langweilig. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Story krampfhaft weiter getrieben wird, bis irgendwas spektakuläres passieren könnte. Aber leider passierte nicht Spektakuläres und leider auch nichts, was den Leser irgendwie zum Schmunzeln hätte bringen können. Das Tragische, was dann doch noch passierte, wurde mir zu schnell abgehandelt und passte auch irgendwie nicht richtig in den Fluss der Geschichte rein. Dora Heldt hat es diesmal leider nicht geschafft ihrer Geschichte die nötige Balance zu geben.

Fazit

Im Großen und Ganzen konnte mich diese Geschichte von Dora Heldt leider nicht überzeugen. Sie hat mich weder zum Schmunzeln, noch zum Nachdenken gebracht und hatte leider auch keine großen Momente. Eher plätscherte sie einfach daher, geprägt von einer langweiligen Hauptprotagonistin, die erst zum Ende des Hörbuches meine Sympathie erlangen konnte. Sprecher, ohne die nötige Stimmgewalt, konnten den Figuren leider auch kein Leben einhauchen.

2 von 5 Punkten

Wir danken GoyaLit und dem Projekt "Blogg dein Buch" für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Das Hörbuch kann auch direkt über die Verlagshomepage bestellt werden.


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