Sonntag, 17. August 2014

Filmkritik: Game of Thrones – II. Staffel




Die zweite Staffel der HBO-Verfilmung misst ebenfalls 10 Folgen à ca. 54 Minuten und erzählt die Handlung von „A Clash of Kings“: Nach der Hinrichtung von Eddard Stark durch den jungen König Joffrey zieht dessen Sohn Robb Stark – von seinen Landsleuten nunmehr zum König des Nordens ausgerufen – in den Krieg gegen die Lannisters. Doch auch Stannis und Renly Baratheon proklamieren sich als König und wollen den Eisernen Thron jeweils für sich haben. Und während in Westeros Ränkespiele und Kämpfe an der Tagesordnung sind, versucht Daenerys Targaryen in Essos als Mutter der Drachen Mittel und Wege zu finden, ihren Anspruch auf den Thron durchzusetzen.


Auch in dieser zweiten Staffel folgt das Geschehen im Großen und Ganzen der Buchvorlage. Aufgrund der Fülle an Orten und Personen wurden jedoch auch hier wieder Änderungen bzw. Kürzungen vorgenommen. So wurde z.B. die Burg Schnellwasser (engl. Riverrun) komplett weggelassen und Daenerys Drachen sind im Buch auch nicht entführt worden. Vielmehr geht sie als Gast in den Turm von Pyat Pree. Hier hat mir die filmische Variante besser gefallen, da man so einen Eindruck bekommt, wie stark Daenerys mittlerweile geworden ist und alles für ihre „Kinder“ gibt.
Als gutes Beispiel kann hier ebenfalls die Reise von Jon Schnee genommen werden. Wird ihm im Buch von der Wildlings-Frau Ygritte eine Geschichte erzählt, dass die Starks und die Menschen jenseits der Mauer vom selben Blute sind, so wird dies in der Staffel nicht erwähnt. Jon Schnee bringt lediglich an, dass er von den ersten Menschen abstammt. Ebenso wurden die Geschehnisse um Bran und Rickon ein wenig verändert und die Charaktere Jojen und Meera noch nicht eingeführt. Haben diese beiden die jungen Starks im Buch bereits auf Winterfell kennengelernt und Jojen Bran von seiner Gabe erzählt, so wurde dies komplett in die dritte Staffel verlagert. Generell sind die Buchanfänge und –enden nicht identisch mit denen der einzelnen Staffeln. Das finde ich aber nicht schlimm, denn wenn man sich lediglich die Verfilmung ansieht und die Bücher nicht kennt, ist die Handlung trotzdem schlüssig und es gibt keine logischen Brüche. Gerade die Staffelenden waren bisher dramaturgisch sehr gut!
Was auf jeden Fall auch erwähnenswert ist, ist der Soundtrack von Ramin Djawadi. Mit seiner wunderschönen, sentimentalen und dramatischen Filmmusik hat er es geschafft, der Welt vom „Lied von Eis und Feuer“ noch mehr Tiefgang zu verleihen, als es die grandiosen Schauspieler ohnehin schon machen. Diese haben sich, wie ich finde, auch in dieser Staffel wiedermal selbst übertroffen.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese zweite Staffel die wesentlichen Aspekte der Handlung von „A Clash of Kings“ hervorragend wiedergegeben hat. All die kleinen und größeren Änderungen kann man verkraften, da es nach der ersten Staffel eine in sich geschlossene fortlaufende und verständliche Handlung ist. Klares Fazit also: Absolut sehenswerte zweite Staffel, die neugierig macht, wie es in der dritten weitergeht.

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