Dienstag, 17. Juni 2014

Rezension: Wie viel Mensch braucht ein Hund (Maike Maja Nowak)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 272 Seiten
ISBN: 978-3-442-39220-9
17,99 €

Ein kurzer Einblick

In ihrem dritten Buch erzählt  Maike Maja Nowak wieder Geschichten aus ihrem Alltag als Hundetrainerin und auch aus ihrem Alltag als Frauchen von drei Hunden. Da gibt es einen Hund, der von seinen Besitzern nur „der Deuwel“ genannt wird oder Villenbesitzer, deren Pudel Leibchen tragen muss.

Bewertung

Dieses ist das dritte Buch von Maike Maja Nowak, aber das zweite, in dem sie von ihrem Alltag als Hundetrainerin erzählt.  Die Grundfrage dieses Buches ist: Wie viel Mensch braucht ein Hund wirklich? Und wie viel Mensch verträgt er?
Die Geschichte von dem Pudel, der von seinem Frauchen angezogen wird, fand ich besonders interessant und hat mich auch ziemlich betroffen gemacht. Das Verhalten von den beiden Besitzern konnte ich wirklich nicht nachvollziehen. Natürlich gibt es schlimmere Qualen, die man einem Tier antun kann, aber auch so etwas sollte nicht unterschätzt werden.
Sehr interessant fand ich auch ihre eigene Geschichte mit ihrem Hund Mitja. Wie er sich in ihr Rudel eingefügt hat und wie er zu einem Junkie, gesteuert von seinem Trieb, wurde, beziehungsweise wie sie mit diesem Problem umgegangen ist und dieses wieder in den Griff bekommen hat. Es tut gut zu lesen, dass auch professionelle Hundetrainer ab und an Probleme mit ihren Vierbeinern haben. Das nimmt ein bisschen die Distanz und lenkt wieder den Blick auf den Menschen hinter dem Trainer.
Auch die anderen Geschichten, die in dem Buch beschrieben sind, gehen einem Nahe. Egal, ob es um den Hund geht, oder auch um den Menschen dahinter. Sehr beeindruckt hat mich die junge Frau, die gleichzeitig mit Magersucht zu kämpfen hat und auf einem Seminar, welches über mehrere Tage ging, war. An dieser Geschichte sieht man, wie diese Team Mensch-Hund-Geschichten sind besonders berührend und spiegeln auch immer zwei Seiten wider, die Maike Maja Nowak gekonnt erzählt.

Fazit

Die Geschichten aus dem Buch berühren, regen zum Nachdenken an und lassen einem seine eigene Beziehung zu seinem Hund reflektieren. Der Titel wird nicht ganz aus den Augen verloren, allerdings habe ich beim Durchlesen nicht mehr daran gedacht und einen Bezug dazu hergestellt. Wer Lust auf Mensch-Tier-Geschichten hat und einfach den Alltag eines Hundetrainers erleben möchte, kann sich dieses Buch beruhigt zum Lesen nehmen.

4 von 5 Punkten


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