Sonntag, 15. Juni 2014

Rezension: Ein Hut voller Sterne (Terry Pratchett)

Taschenbuch, 352 Seiten
ISBN: 978-3-442-46542-2
8,95 €

Ein kurzer Einblick

Tiffany war neun Jahre alt, als sie die Feenkönigin mit einer Bratpfanne in ihre Schranken wies, ihren kleinen Bruder aus deren Fängen befreite und für ein paar Tage die Kelda der Wir-sind-die-Größten wurde. Nun ist es an der Zeit, ihre magische Begabung zu fördern. Hierfür geht sie zu Frau Grad, einer Hexe. Aber ein uraltes Wesen ist ihr gefolgt und nistet sich in Tiffany ein. Doch sie gibt nicht kampflos auf und auch die kleinen freien Männer eilen zur Hilfe...

Bewertung

Es war mir wie immer ein Vergnügen, einen Ausflug in die von Terry Pratchetts geschaffene Scheibenwelt zu machen. „Ein Hut voller Sterne“ ist der zweite Band um Tiffany Weh und die Wir-sind-die-Größten.
In diesem Band muss Tiffany ihre Begabung unter Kontrolle bekommen und geht dazu in die Lehre von Frau Grad. Dummerweise wird Tiffany von einem alten Wesen heimgesucht und verhält sich nun plötzlich gar nicht mehr wie die Tiffany, die man kennt. Dies ruft nicht nur die kleinen freien Männer auf den Plan, sondern auch Oma Wetterwachs ist wieder mit dabei. Als riesengroßer Fan dieser Hexe ist es natürlich für mich immer ein besonderes Highlight, wenn sie in einem Roman auftaucht. Sehr schön war auch wieder die Illustration von ihrem berühmten „Ich binne nicht tot“-Schild im Roman.
Die gesamte Geschichte hat mich sofort wieder mitgerissen. Ich habe zwar den ersten Teil vor einiger Zeit gelesen, bin aber trotzdem wieder gut in die Geschichte hineingekommen.
Die Szenen mit den kleinen freien Männern sind einfach herrlich. Mit Jennie haben sie nun eine neue Kelda, die die kleinen Männer, insbesondere Rob Irgendwer, erst mal richtig aufmischt. Aber sie wäre keine gute Kelda, wenn sie nicht die Bindung zwischen dem Stamm und ihrer kleinen großen Hexe verstehen würde. So kommt es auch dazu, dass Rob einen PLN schmiedet und Tiffany zu Hilfe eilt. Die Szenen sind teilweise einfach urkomisch. Gerade der Ritt auf dem Hexenbesen hat mich köstlich amüsiert.
Man sollte den zweiten Band aber keineswegs lesen, wenn man den ersten nicht kennt oder dies die erste Lesereise ist, welche einen in die Scheibenwelt führt. Dazu sind der Band und die Geschichte einfach ein bisschen zu komplex und man würde nicht alles verstehen.

Fazit

„Ein Hut voller Sterne“ ist ein toller zweiter Band, der mich wieder tief in die Welt der Scheibenwelt entführt hat. Terry Pratchett weiß, wie man mit Humor umgeht und seinen Leser dabei bestens unterhält. Mit diesem Roman hat er wieder einmal mehr geschafft, die Scheibenwelt lebendig zu machen sowie die lustigsten und kuriosesten Begebenheiten zusammenzufügen. Ein wahrer Leseschmaus.

4,5 von 5 Punkten

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