Mittwoch, 18. Juni 2014

Legimus trifft... Rebekka Knoll

Am Donnerstag, den 12.Juni 2014, gab es eine Premiere in Kassel. Und zwar die Buchpremiere von „Splittermädchen“, von einer in Kassel geborenen Autorin. „Splittermädchen“ ist ihr zweiter Roman und die Lesung in Kassel war die erste Lesung zu diesem Roman.
Die Lesung fand in der Buchhandlung am Bebelplatz statt, einer kleinen, unabhängigen Buchhandlung, die immer mal wieder junge Autoren einlädt, um Lesungen vor Publikum zu halten. Auch Rebekka Knoll gehört zu den jungen Autoren und hat nun schon zum zweiten Mal in dieser Buchhandlung eine Lesung gehalten.
Die Lesung fing ziemlich pünktlich an. Rebekka Knoll führte mit ihren Prolog in das Buch ein und erklärte immer wieder Zusammenhänge und Begebenheiten zu ihren ausgesuchten Kapiteln. Ich hatte den Roman nicht geschafft vor der Lesung zu lesen, war aber im Endeffekt froh darüber, so konnte ich mich einfach überraschen lassen von den vorgelesenen Passagen. Der Stil der ausgewählten Passagen gefiel mir sehr gut. Sie waren spannend und auch aufwühlend. Gerade bei der letzten Passage musste ich an mich halten. Hier ging es um die Ermordung eines Tieres und ich hatte wirklich das Gefühl, dass mir alleine vom Zuhören etwas übel wurde. Die Stimme der Autorin war sehr angenehm und die Vorlesezeit war im Nu herum. Gut 45 Minuten hat sie aus verschiedenen Kapiteln vorgelesen. Ab und an hat sich Rebekka Knoll etwas verhaspelt, aber das tat der Lesung keinen Abbruch, sondern ich empfand es eher als sehr angenehm. Das hat vielleicht etwas damit zu tun, dass ich bisher bei Lesungen war, die schon von „alten Hasen“ geführt wurden und doch sehr profihaft wirkten. Hier war es nicht so, aber gerade das hat auch eine Art Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Ich hätte Rebekka Knoll auch gerne noch weiter zuhören können. Da der Roman von Rebekka Knoll ein schwieriges Thema aufgreift, war auch eine Psychologin dabei, falls es danach noch irgendwelche Fragen gab. Zu einer richtigen Fragerunde nach dem Vorlesen des Romans ist es leider nicht gekommen. Drei Fragen wurden der Autorin gestellt, dann gab es keine Meldungen mehr aus dem Publikum. Rebekka Knoll bot aber an, gerne weitere Fragen auch in kleinen Runden zu beantworten.
Nach der Lesung konnte man ihr noch Fragen stellen und sich das Buch signieren lassen.
Für mich war es ein sehr schöner Abend, bei dem ich eine sehr nette und sympathische junge Autorin kennengelernt habe, auf deren weiteren Weg ich sehr gespannt bin.
Falls Rebekka Knoll bei euch in der Nähe liest, schaut einfach mal vorbei, ihr werdet es nicht bereuen.

Eure Jana

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen