Montag, 9. Juni 2014

Filmkritik: Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele


Ich habe den Film gesehen, danach das Buch gelesen und weil mich das Buch so fasziniert hat, mich entschieden, noch einmal den Film zu schauen: ein guter Grundstein für eine Filmkritik.
Der Film steigt ziemlich schnell in die richtige Geschichte ein. Die Szenen im Distrikt 13 sind ziemlich kurz, treffen aber den Kern der Handlung. Besonders gut gefällt mir, wie Katniss sich für ihre Schwester Primrose einsetzt und erst mit brüchiger Stimme ruft „Ich melde mich freiwillig“, und dann diesen Satz noch einmal mit kräftiger Stimme. Ich mag diese Szene, denn sie strahlt viel von Katniss‘ Entschlossenheit aus, auch wenn sie verschüchtert wirkt.
Haymitch Abernathy wird wunderbar von Woody Harrelson verkörpert, der dem Charakter im Buch ziemlich nahe kommt, auch wenn er nicht so extrem wie im Roman dargestellt wird. Die appetitliche Übelkeitsszene wurde zum Beispiel nicht verfilmt.
Im Allgemeinen finde ich die Figuren sehr gut besetzt. Die Bilder, die der Film einfängt, wie zum Beispiel die Einfahrt in das Kapitol oder die Szene, als die Tribute einfahren und Katniss sowie Peeta in Flammen stehen, sind einfach sehr gut gelungen und mehr als bildgewaltig.
Als es dann in die Arena geht, die aus einem Waldgelände besteht, kommt es zu Kampfszenen, die doch manchmal recht verwackelt von der Kameraführung sind. Mich hat es nun nicht besonders gestört, ich kann mir aber vorstellen, dass manche hier doch einen Kritikpunkt sehen.
Die Arenaszenen fand ich ziemlich ansprechend und gut dargestellt. Auch hat es mich gefreut, dass Katniss´ Bindung zu Rue mit in den Film eingebaut wurde. Sie ist zwar nicht so stark dargestellt wie in der Romanvorlage, aber man kann ihr gut folgen. Ein bisschen schade fand ich, dass die Brotszene weggefallen ist. Als Dank für Katniss´ Sorge und Bindung zu Rue bekam sie als Sponsorengeschenk Brot, welches typisch für District 11 ist, zugeschickt. Dies fehlt im Film total. Dafür wird ein Aufstand in District 11 gezeigt, der sehr gut dargestellt ist und gut die Verzweiflung der Menschen in District 11 einfängt. Ich muss gestehen, dass ich nicht mehr weiß, ob im Roman dieser Aufstand beschrieben wurde. Falls nicht, finde ich ihn gut in den Film eingearbeitet. So bekommt der Zuschauer mit, welche Stimmung und Verzweiflung gerade in den ärmeren Distrikten neben dem Kapitol herrschen.
Das Ende war noch einmal sehr spannend und aufwühlend: der Kampf gegen Kato, die Mutantenhunde. Dabei ist mir auch wieder ein Unterschied zwischen Roman und Film aufgefallen. Im Roman sind die Mutantenhunde den toten Tributen nachempfunden (oder sind sie sogar, das weiß ich nicht mehr). Im Film spielt dieser Aspekt keine Rolle.

Fazit

Als Romanverfilmung finde ich den ersten Teil der Trilogie hervorragend umgesetzt. Natürlich kann nicht auf jedes Detail im Film geachtet werden, aber insgesamt ist der Film sehr stimmig zum Roman. Die Darsteller sind gut besetzt worden, die Bilder eindrucksvoll und eine Geschichte, die einen mitfiebern lässt. 

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