Donnerstag, 15. Mai 2014

Rezension: Raum 213 2. Arglose Angst (Amy Crossing)

Loewe
Klappenbroschur, 176 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7872-8
7,95 €

Ein kleiner Einblick

Eigentlich ist die Eerie High eine normale Schule, würde es da nicht den ominösen Raum 213 geben, über den sich die merkwürdigsten Gerüchte ranken.
Madison wird auf eine ominöse Party in diesen Raum eingeladen und kann ihr Glück kaum fassen, denn auch ihr Schwarm wird da sein.  Doch als sie dann auf der Party ist, nimmt das Unglück seinen Lauf...


Bewertung

Leider hat es auch die Fortsetzung von Raum 213 nicht geschafft, das Potential der Geschichte auszuschöpfen. Insgesamt kam mir dieser Band noch holpriger und unlogischer vor als der erste. Aber erst einmal zur Geschichte an sich.
Eine kleine Gruppe von Jugendlichen, natürlich Stereotype, werden zu einer kleinen ausgewählten Party in Raum 213 eingeladen. Verschwiegenheit über diese Einladung ist das oberste Gebot. Auf der Party endlich angekommen, nehmen die unheimlichen Begegnungen dann ihren Lauf und erschüttern die Welt der Jugendlichen.
Der Roman wird in dritter Person aus der Sicht von Madison erzählt. Eigentlich wirken Figuren dann sympathischer, hier hat dieser Kniff aber nicht gewirkt. Insgesamt konnte ich zu keiner einzigen Person Sympathie aufbauen, sondern fand sie eher nervig, übertrieben und auch sehr unlogisch von ihrem Handeln her. Auch wenn man in Extremsituationen nicht logisch handelt, war hier doch alles zu viel des Guten.
Einzig der kursive Text, der immer wieder vor oder auch nach einem Kapitel auftaucht, konnte mich in seinen Bann ziehen. Hier spricht die Person, die die Einladungen für die Party verteilt hat. Dieser Text ist schön mysteriös und ergreifend geschrieben und macht Lust auf die weitere Geschichte. Leider kann die weitere Geschichte dem Text nicht gerecht werden.
Das Handeln der Personen ist die ganze Zeit eher unlogisch. In einem ominösen Raum wird zu einer Party aufgerufen, es stehen alkoholische Getränke bereit und keiner macht sich Sorgen. So viel Naivität ist mir selten in einem Roman untergekommen. Dazu kommen dann noch die gegenseitigen Schuldzuweisungen als die Situation brenzlig wird, bei denen man auch nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen möchte.
Auch die ganzen unerklärlichen Sachen, die passieren, gerade zum Ende hin, lassen ein unbefriedigendes Gefühl und mehrere imaginäre Fragezeichen beim Leser zurück. Wie auch schon im ersten Band wird keine einzige Erklärung geliefert.
Eine Gemeinsamkeit haben allerdings beide Romane: In beiden wird der Sohn des Hausmeisters erwähnt, aber leider auch hier keine weiteren Erklärungen.

Fazit

Diese Fortsetzung ist leider schlechter als der erste Band. Naive und unsympathische Charaktere, die ihren Standpunkt und ihre Meinung wie Fähnchen im Wind drehen, können bei dem Leser nicht punkten. Eine unlogische und scheinbar nicht wirklich durchdachte Story wirkt verwirrend auf den Leser. Einzig die kurzen Texte, die aus Sicht des Partyveranstalters/Täter geschrieben sind, ziehen den Leser in ihren Bann. Ansonsten kann einen die Geschichte leider nicht mitreißen.

2 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen