Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension: Die Känguru-Offenbarung (Marc-Uwe Kling)

Ullstein
Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN: 978-3-548375137
9,99 €

Ein kurzer Einblick

Das Känguru wurde abgeschoben, doch es ist nun wieder da. Sofort wird die Verfolgung des Pinguins aufgenommen und endet in einer Reise um die halbe Welt. Wird es dem Känguru und dem Kleinkünstler gelingen, die fiesen Pläne des falschen Vogels zunichte zu machen?

Bewertung

Das Känguru ist wieder da, es lebe das Känguru.
Nach der Abschiebung war das große Bangen da. Was passiert mit dem Känguru? Wird es wieder kommen? Aber natürlich. Frech wie eh und je ist es wieder da. Davor schickte es aber jede Menge ominöse Nachrichten an den Kleinkünstler Marc-Uwe Kling, die er natürlich alle entschlüsselte (oder nicht?), um dessen Kommen anzukündigen. Große Ereignisse werfen ja bekanntlich große Schatten voraus.
Wieder da, geht es in der bekannten Manier der ersten beiden Bücher weiter. Partys, das Asoziale Netzwerk, Gott, Krapotke und Friedrich-Wilhelm sind auch wieder mit dabei. Letzter fällt durch Schlafszenen auf.
Dann macht das Buch einen Break und Marc-Uwe und das Känguru beginnen zu ermitteln, was hinter den Machenschaften des Pinguins steckt. Dafür reisen sie um die halbe Welt, kommen immer wieder an gleich aussehenden Ortschaften vorbei und komischerweise sprechen auch fast alle Menschen, denen sie begegnen, Deutsch, you know?  Dieser Sprung tut dem Roman unheimlich gut, denn irgendwann wären die „normalen“ Geschichten des Kängurus dem Leser einfach überdrüssig geworden. So ist man nun in einer Geschichte drin, die sich weiterentwickelt und plötzlich auch allerhand über das Känguru offenbart.
Der Abschluss der Geschichte ist rund, da viele Fragen beantwortet werden und der Autor es auch gut hinbekommen hat, einen witzigen, niedlichen und befriedigenden Abschluss zu schreiben.
Während ich das Buch gelesen habe, habe ich noch stellenweise das Hörbuch gehört. Auch dieses hat mir wieder sehr gut gefallen und einige Stellen kommen beim Hören noch besser rüber, als wenn man es nur liest: zum Beispiel das Kapitel als Marc-Uwe auf dem Flughafen dem Sicherheitsmann begegnet und ihm nur mit Liedzeilen antwortet.
Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass man sowohl an der Printausgabe sowie beim Hörbuch voll auf seine Kosten kommt.

Fazit

„Die Känguru-Offenbarung“ ist ein erheiterndes Buch, welches nicht zu ernst zu nehmen ist und einfach nur unterhalten soll. Konnte ich mit dem ersten Band „Die Känguru-Chroniken“ noch nicht so viel anfangen, bin ich mittlerweile ein Fan dieser Reihe geworden und habe auch meinen Spaß an ihr. Gut Ding will manchmal Weile haben und man sollte nicht immer nach dem ersten Buch eine gefestigte Meinung haben, sondern sich manchmal auch vom zweiten und dritten einfach überraschen lassen. Wer die Welt durch ein Augenzwingern sieht, sollte sich diese Reihe nicht entgehen lassen.

4 von 5 Punkten

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