Montag, 14. April 2014

Rezension: Silberhorn (Wolfgang & Heike Hohlbein)

Heyne
Taschenbuch, 576 Seiten
ISBN: 978-3-453-53367-7
9,99 €

Ein kurzer Einblick

Samiha wird auf das Internat Unicorn Heights geschickt, das fernab jeglicher Zivilisation liegt und für ihren Geschmack mehr einem Gefängnis statt einem Internat gleicht. Als dann auch noch seltsame Dinge geschehen, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen, und sie sich erneut in einer anderen Welt wiederfindet, nimmt das Abenteuer seinen Lauf...

Bewertung

„Silbermond“ konnte mich leider nicht fesseln. Die Hauptprotagonistin Samiha war mir zum größten Teil unsympathisch und auch die anderen Figuren in der Geschichte konnten mein Herz nicht gewinnen. Die Handlung an sich konnte mich leider auch nicht mitreißen. Manche Stellen sind schon witzig und auch etwas spannend, aber im Ganzen betrachtet schleppt sie sich mit den gleichen Phrasen immer wieder voran. Es passiert etwas ungewöhnliches, Samiha wird angegriffen, sie sieht komische Sachen und die Lehrer verwarnen sie. Ich hatte das Gefühl, dass sich aus diesen vier Bausteinen das komplette Buch zusammensetzt und sie immer wahlweise, wie es dem Autor sinnvoll erscheint, in die Geschichte eingebaut werden.
Das in diesem Fantasybuch das Thema Pferd mit einbezogen wurde, fand ich eigentlich eine nette Idee, da doch wohl irgendwo in mir das kleine Mädchen mit einem Faible für Pferde schlummert. Allerdings fand ich auch die Pferdeumsetzung nicht wirklich gelungen und hätte mir sie etwas intensiver gewünscht.
Auch das Ende hat mich mehr verwirrt, statt aufgeklärt und wirkt auch nicht richtig ausgearbeitet und unausgegoren. Auch von der Logik bin ich nicht mehr dahintergekommen, was das Ende eigentlich aussagen wollte. Es war mir dann aber auch zu mühsam, mich noch einmal mehr damit auseinanderzusetzen, da ich einfach nur froh war, die letzte Seite des Romans gelesen zu haben.
Eine Sache fand ich allerdings doch ganz niedlich. Die kleine Fee, die plötzlich in Samihas Zimmer auftaucht, fand ich sehr erfrischend für die Geschichte an sich. Mit einer großen Klappe und einem resoluten Auftreten hat sie mir den Roman ein bisschen versüßt.

Fazit

Silberhorn ist leider noch nicht einmal ein durchschnittliches Jugendbuch. Auch wenn es der angebliche fünfte Teil der Märchenmond-Reihe ist, findet man nicht die Magie von Märchenmond in diesem Buch. Die Geschichte ist langatmig und an vielen Stellen einfach langweilig. Die interessanten Stellen sind zu standardisiert, um den Leser mitreißen zu können.

1,5 von 5 Punkte


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