Donnerstag, 10. April 2014

Rezension: Horror Factory 14. Unheilige Nacht (Timothy Stahl)

Bastei-Lübbe Digital
eBook, 1,99 €
ISBN: 978-3-8387-4990-7

Bastei Lübbe Digital
Audio-Download, 1,49 €
ISBN: 978-3-8387-7295-0

Ein kurzer Einblick

Marie und ihr ungeborener Sohn sterben bei einem Verkehrsunfall. Für einige Minuten ist sie klinisch tot, doch ein Wunder holt sie ins Leben zurück. Ihr Mann Adrian ist überglücklich, bis er bemerkt, dass seine Frau gewisse Veränderungen durchmacht, die besorgniserregend sind: Marie altert rapide und trägt einen seltsamen Geruch mit sich herum. Plötzlich verschwindet Marie. Adrian folgt ihr und stößt in einem verschneiten Bergdorf auf einen grausamen Fluch.

Bewertung

Unter der Schirmherrschaft von Uwe Voehl startete am 29.05.2013 im Bastei Lübbe-Verlag die “Horror Factory“. Die Novellen werden zeitgleich als eBook und als Audio-Download veröffentlicht. Die einzelnen Storys sind in sich abgeschlossen.

Zur »Horror Factory« gibt es aufgrund der Kürze keine ausführlichen Rezensionen, wohl aber kurze Meinungen, um Spoiler zu vermeiden. Ein Überblick über bisher bewertete Werke lässt sich unter dem Label »Horror Factory« finden.

Ein Entrümpler findet ein Buch und liest es. Damit ist die Geschichte zu Ende. Ist sie es wirklich? Als Fantasy stempelt er das Gelesene ab und geht seines Weges. Ein Fehler? Wir werden es wohl nie erfahren. »Unheilige Nacht« ist eine Gruselgeschichte, die die Weihnachtsgeschichte in einer verqueren Form erzählt. In einer sehr verdrehten Form!
Marie ist tot. Die Marie, mit dem heranwachsenden Kind im Bauch. Doch dann erwacht Adrians Frau zu neuem Leben. Etwas Böses ist in sie gefahren. Fernab von München in einem verschneiten bayrischen Dorf sucht ein Verzweifelter nach einem Geheimnis, das die Menschheit verändern könnte. Neidisch behüten die Dorfbewohner ihr Wunder vor Fremden.

Ab dieser Stelle fällt es mir schwer weiter auf die angenehm inszenierte Story und damit auf die Besonderheiten, nennenswerten oder nicht so gut umgesetzten Punkte einzugehen, da ich Spoiler vermeiden möchte. Das Geheimnis, das Rätsel, das die Geschichte umwebt, macht die komplette Story aus. Ich werde mich daher etwas mystisch und unpräzise ausdrücken. Weihnachtlich ist wenig an »Unheilige Nacht«, allein die zugrundeliegende Idee. Timothy Stahl verwebt uralte Legenden, lässt die Toten auferstehen und zaubert eine verschneite, bedrohliche Atmosphäre herbei. Von dieser lebt die Novelle. Von dieser und dem zentralen Geheimnis. Horror ist kaum vorzufinden, auch wenn sich der Autor sehr bemüht eine gruslige Stimmung aufzubauen. Der Mystery mit Horror-Anleihen ist die Story zuzurechnen.

Fazit

Geheimnisvoll liegt ein Mysterium über der Geschichte, das die Dorfbewohner verschwiegen keinem Fremden erzählen. Timothy Stahl verwebt Untote mit uralten Legenden und der Weihnachtsgeschichte zu einer mystisch-grusligen Novelle. Empfehlenswert, aber kein Pflichtkauf.

3 von 5 Punkten

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