Sonntag, 23. März 2014

Rezension: Weil ich euch liebte (Linwood Barclay)



Taschenbuch, 528 Seiten
ISBN: 978-3-426-51052-0
9,99 €

Ein kurzer Einblick

Sheila, die Frau von Glen, und Mutter der achtjährigen Kelly hat einen tödlichen Autounfall. Sie soll sich betrunken hinter das Steuer gesetzt und nicht nur sich in den Tod gestürzt haben, sondern auch zwei Unschuldige.
Glen kann das alles nicht glauben, da Sheila immer sehr pflichtbewusst war und sich nicht nur um sich und ihre Familie gekümmert hat, sondern auch um ihre Mitmenschen.
Kurze Zeit danach ertrinkt eine Freundin von Sheila unter mysteriösen Umständen und eine weitere Freundin erkundigt sich bei Glen nach 62.000 Dollar. Geht hier alles mit rechten Dingen vor sich? Glen kann dies nicht glauben...

Bewertung

Linwood Barclay hat mich auch mit diesem Roman wieder total in seinen Bann gezogen. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich die 526 Seiten gelesen, da ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Die Geschichte an sich hat es ganz schön in sich. Fast jede der Figuren hat Dreck am Stecken und es geht eigentlich immer rasant zur Sache. Die Personenbeschreibungen sind Barclay auch dieses Mal wieder gut gelungen, allerdings finde ich, dass er die achtjährige Kelly, die Tochter von Glen, schon zu erwachsen beschrieben hat. Nach der Beschreibung ihrer Taten und ihrem Gesagten könnte Kelly eher elf als acht sein. Diese Tatsache hat mich auch leider das ganze Buch über gestört. Auch, dass Kelly schon so gut mit Handy und Computer umgehen kann. Aber vielleicht ist das auch nur eine Entwicklung, die ein bisschen an mir vorbeigegangen ist, immerhin können in Deutschland auch schon vierjährige einen Tablet-PC bedienen. Für meinen Geschmack war Kelly auf jeden Fall zu erwachsen.
Glens Spurensuche, da er sich einfach nicht vorstellen kann, dass sich seine Frau alkoholisiert hinter das Steuer setzt, wirkt wie ein Puzzlespiel. Nach und nach kommt er Tatsachen auf die Spur, die er sich im Leben nicht hätte träumen lassen. Diese Spurensuche macht unheimlich Spaß und fesselt den Leser an das Buch. Gerade da Glen mit jedem Stück, das er herausfindet, ein neues Rätsel aufdeckt und auch diesem wieder auf die Spur geht und dann wieder weitere Fragen aufgeworfen werden. Teilweise tat mir Glen schon ein bisschen leid, da ihn eigentlich nur der Tod seiner Frau interessiert und er sich plötzlich in einem gewaltigen Tornado des organisierten Verbrechens zurechtfinden muss.
Im letzten Teil des Romans werden die Puzzlestücke endlich zusammengesetzt. Hier sollte man wirklich Lesezeit einplanen, denn aus der Hand legen geht nun gar nicht mehr.
Auch die größere Thematik des Romans, welche von gefälschten Waren handelt, bringt einen ins Grübeln. Natürlich muss es nicht immer ein Markenprodukt sein, aber was steckt hinter diesen Fälschungen? Sind sie harmlos und ab wann kann es gefährlich werden? Diese Thematik ist sehr gut in den Roman eingeflochten und bleibt einem auch im Gedächtnis.

Fazit

Linwood Barclay hat wieder ein Meisterwerk geschrieben, welches vor Spannung nur so strotzt. Die Geschichte mag manchmal etwas konstruiert wirken, aber genau dadurch baut sich die Spannung auf und fesselt den Leser. Thriller-Fans sollten unbedingt Linwood Barclay lesen und sich von seinen Geschichten fesseln lassen.

4 von 5 Punkten

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