Samstag, 22. März 2014

Rezension: Irondead (Wolfgang Hohlbein)

Egmont Ink
Klappenbroschur, 640 Seiten
ISBN: 978-3-86396-006-7
16,99 €

Ein kurzer Einblick

Der ehemalige Polizist und jetzige Privatdetektiv Quinn Devlin wird von Stanley Jacobs beauftragt, Diebstähle in seiner Firma aufzuklären. Dann wird er von dem Fall wieder abgezogen und hat eine unheimliche Begegnung mit einem eisernen Geschöpf in einem alten Schlachthaus. Quinn wird von der jungen Allison Carter engagiert, um den nun verschwundenen Stanley Jacobs zu suchen und gerät in ein mysteriöses Geschehen, welches seinen Höhepunkt in der noch nicht fertiggestellten Titanic findet.

Bewertung

Die Bewertung für diesen Roman fällt mir nicht ganz leicht. Wolfgang Hohlbeins Bücher habe ich in meiner Jugend verschlungen und das auch wirklich in Massen. „Irondead“ ist seit langem der erste Roman, den ich wieder einmal von ihm gelesen habe. Vom Klappentext habe ich mir eine spannende Geschichte rund um die Titanic versprochen. Die Geschichte war ansatzweise sehr spannend, nur von der Titanic war leider nicht viel zu lesen, außer über jedem Kapitel, denn dort war sie als Zeichnung zu sehen und begleitete den Leser in jedes neue Kapitel.
Die verschiedenen Protagonisten des Romans haben mir gut gefallen. Sie waren von den Charakteren sehr unterschiedlich und wie wir in unserer Leserunde vermuteten (den Roman habe ich für eine Leserunde gewonnen), hatten manche von ihnen auch durchaus reale Vorbilder. Nikola, dessen Nachname aber nie erwähnt wurde, könnte durchaus als reales Vorbild den Physiker und Erfinder Nikola Tesla haben, der die Tesla-Spule erfunden hat. Ohne die Leserunde wäre ich darauf allerdings nie gekommen. Auch über andere Namen stolpert man, die einem bekannt vorkommen. Hier lässt der Roman jede Menge Raum für Spekulationen. Ansonsten waren die anderen Charaktere nett ausgearbeitet. Eine bunte Mischung bestehend aus einem Privatdetektiv, einem Polizisten, einem Physiker, einem Doktor, einem Gehilfen des Doktors und einer Frau. Das Zusammenspiel der Charaktere hat mir gut gefallen, wenn es auch manchmal nicht ganz nachvollziehbar war, war es aber auch immer wieder belustigend. Ich mag Hohlbeins Interaktion der Charaktere, da hat er ein Händchen für, auch wenn an anderen Stellen die Storyline schwächelt. Eine Schwachstelle war die dauernde Raucherei und Trinkerei des Hauptprotagonisten Quinn Devlin. Am Anfang des Romans häufen sich diese Beschreibungen, nehmen aber zum Glück beim Fortschreiten der Geschichte immer weniger Platz ein.
Die Geschichte an sich hat ihre Längen, aber auch immer wieder spannende Momente. Allerdings fand ich, dass die Längen ein bisschen überwiegen. Die Geschichte war an einigen wenigen Stellen etwas physikalisch angehaucht. Ich muss zugeben, dass dies nicht ganz nach meinem Geschmack war.
In ein Genre lässt sich dieser Roman schwer pressen. Es sind sowohl Horror, Fantasy, wie auch Steampunk-Elemente vertreten. Ich glaube, die Steampunkt-Elemente waren es, die mich etwas am  Roman gestört haben, da ich mit Technik einfach nicht viel anfangen kann.

Fazit

Der Roman konnte mich leider nur teilweise fesseln. Manche Passagen waren mir einfach zu langatmig und mit zu vielen technischen Details geschmückt. Die Charaktere konnten dafür punkten, da sie sehr verschieden waren und mich gut unterhalten haben. Gerade Chip konnte mit seinem Tun mein Herz erweichen.
Ein Auf und Nieder, deswegen bekommt der Roman durchschnittliche

2,5 von 5 Punkten


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