Dienstag, 4. März 2014

Rezension: Das Horrorskop (Romy Fischer)



Books on Demand
Taschenbuch, 140 Seiten
ISBN: 978-3-848-22919-2
8,90

Ein kurzer Einblick

Die verrückteste Sternzeichenanalyse aller Zeiten: Wer kennt von seinem Sternzeichen nicht nur die guten, sondern auch die schlechten Seiten? „Das Horrorskop“ gibt diese für alle 12 Sternzeichen schonungslos wieder und beleuchtet die Gesundheit, Beruf, Finanzen, die Liebe und was andere über einen denken.

Bewertung

Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, da ich mich selber für dieses Thema interessiere und gespannt war, wie man es auf lustige Art und Weise präsentieren kann. Wie sicherlich einige andere Leser auch, habe ich selbstverständlich mit meinem Sternzeichen angefangen. Nach dem Aufschlagen gab es dann gleich zwei Überraschungen: Die Gute war, dass das Hundemodel vom Buchcover für jedes Sternzeichen mit lustigem Outfit abgebildet ist. Was mir jedoch gar nicht zugesagt hat, war die fehlende Blockschrift. Ob dies extra so gewollt ist oder nicht vermag ich nicht zu sagen, aber einen linksbündigen Text empfinde ich nicht als innovativ, sondern als optischen Minuspunkt.
Im Hinblick auf die anderen Sternzeichen ist der Krebs noch verhältnismäßig gut weggekommen. Beim Punkt Krebs & Beruf habe ich mich aber schon gefragt, warum dort lapidar hingeworfen wird, dass Krebse „beruflich gesehen Totalversager“ sind (S. 49). Eine Begründung wäre da nicht schlecht gewesen, wenn man sowas über sich schon zu lesen bekommt…
Mir ist schon klar, dass Frau Fischer diese Analyse mit einem Augenzwinkern und sehr viel Ironie und Sarkasmus geschrieben  hat. Meinen Humor trifft es aber nicht, wenn sie ihren mittels rauer, geschmackloser Sprache zum Ausdruck bringt. Als Beispiel sei hier der Widder angeführt, der als „drogenabhängiges Arschloch […] jede Party sprengt!“ (S. 13) Oder das Jungfrauen „widerlich stinkende Sklaven“ sind. (S. 65) Ohne genauer darüber nachzudenken, mag es mancher Leser vielleicht witzig finden – und dagegen will ich auch gar nichts sagen –, aber ich hatte Freunde, Familie und Bekannte vor meinem geistigen Auge und da ist mir beim Lesen jedes Lachen vergangen, gerade weil sich dieser herablassende Schreibstil durch das gesamte Buch zieht.
Hätte sich Frau Fischer mit diesen, wie sie sagt, peinlichen Wahrheiten auf Erwachsene beschränkt, hätte ich damit noch leben können, schließlich muss man ja nicht jeden Humor lieben. Als gutes Beispiel kann hier der Wassermann angeführt werden, von dem behauptet wird, dass es „allseits bekannt [ist], dass Wassermänner als Baby vom Wickeltisch gefallen sind“ (S. 120). Dann aber zu behaupten, dass Eltern dabei manchmal „ein kleines bisschen nachgeholfen haben“, weil das Baby in der Zeit vom 20. Januar bis 18. Februar geboren wurde, hat das Fass zum überlaufen gebracht. Sowas ist für mich inakzeptabel, mag es auch noch so ironisch gemeint sein.

Fazit

Für mich geht der „Humor“ der Autorin definitiv zu weit. Ich fühlte mich nicht unterhalten und habe zum Beispiel auch die Bezugnahme auf die Aszendenten vermisst. Somit fällt mein Fazit bescheiden aus: Man kann „Das Horrorskop“ lesen, muss es aber nicht!

1 von 5 Punkten


Wir danken Romy Fischer und dem BoD für das Rezensionsexemplar.

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