Donnerstag, 20. Februar 2014

Rezension: Witch & Wizard 01. Verlorene Welt (James Patterson/ Gabrielle Charbonnet)

Hardcover, 352 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7894-0
14,95 €

Ein kurzer Einblick

Whit und Wisty sind keine normalen Teenager. Leider erfahren sie es zu spät und so wird ihre Welt schon auf den Kopf gestellt, bevor sie auch nur mit den Fingern schnipsen können. 

Bewertung

 Whit und Wisty ist ein locker flockiges, aber auch Ernst zunehmendes Jugendbuch aus der Feder von James Patterson und Cate Tiernan, die hier ihr Pseudonym, Gabrielle Charbonnet, benutzt.
Der Roman verrät dem Leser erst einmal das vermeintliche Ende und steigt somit gleich mit hoher Spannung ein. Dann wird ein Zeitsprung gemacht und die Geschichte fängt von vorne an. Vor der Geschichte ist noch ein Propaganda-Plakat zu finden, was einem schon einen Vorgeschmack auf die kommende Geschichte gibt.
Whit und Wisty sind Geschwister, sie denken, sie sind normal. Stimmt leider nicht ganz. Als plötzlich die neue Regierung in ihrem Haus steht und die beiden mitnimmt, wird ihnen klar, dass etwas nicht stimmt... mit ihnen etwas nicht stimmt.
Der Roman beginnt wirklich mitten in der Geschichte und auch während der gesamten Handlung wird man permanent von den Geschehnissen mitgerissen und hat kaum Zeit, Atem zu holen. Whit und Wisty kann man als ziemlich coole Teenager beschreiben, die immer einen flotten Spruch auf den Lippen haben. Am Anfang fand ich es noch ziemlich unterhaltsam, aber bald hat mich diese lockere Art der beiden doch etwas genervt. Sachen, die Ernst zunehmen waren, wurden zwar ernst genommen, aber trotzdem wurde noch ein dummer Spruch herausgehauen, was ich beim Lesen dann doch als anstrengend empfand. Sehr schön fand ich allerdings die Liebesgeschichte, die Whit umgibt. Traurig schön und stimmungsvoll beschrieben sind wohl die besten Wörter hierfür. Die Zeichnung der einzelnen Personen war ein bisschen stereotyp, aber dennoch sehr erheitern und immer wieder für einen Lacher gut. Teilweise waren die Figuren gewollt überzeichnet, was aber gut zu der Geschichte gepasst hat.
Was mir ein bisschen zugesetzt hat, waren die Welten, die es innerhalb der einen gab. Diesen Teil der Geschichte habe ich nicht ganz verstanden und ich hoffe, dass die nächsten Bände da mehr Klarheit bringen. Auch sonst wurden viele Sachen angerissen, aber für meinen Geschmack zu wenig erläutert. Natürlich macht das neugierig auf den Folgeband, ist aber auch anstrengend.
Das Buch wird vom Loewe Verlag ab 12 Jahren empfohlen. Von den Figuren und der Geschichte her passt dieses Alter. Allerdings enthält dieser Band auch viele Anspielungen, die sie wahrscheinlich nicht verstehen werden und die ich auch nicht alle verstanden habe. Ziemlich weit vorne wird zum Beispiel „Ming, der Grausame“ erwähnt. Wer Flash Gordon nicht kennt, wird mit diesem Namen schon einmal nichts anfangen können. Ganz am Ende des Buches befinden sich Listen anstößiger Bücher, Lärmbelästigungen, Museen und Künstlern, die verfremdet dargestellt wurden. Da ich das Vergnügen hatte, diesen Roman innerhalb einer Leserunde lesen zu dürfen, begann am Ende das große Rätselraten, welche Sachen verfremdet dargestellt wurden. Da konnte es dann schon einmal sein, dass „Oben an der Quelle“ „Watership Down – Unten am Fluß“ meint.

Fazit

„Witch & Wizard“ ist definitiv ein Jugendbuch, welches von jugendlichen Sprüchen und überzeichneten Figuren lebt. Trotzdem kann es auch andere Altersklassen gut unterhalten. Ende und Anfang der Geschichte sind spannend und auch sonst lässt einem der Roman kaum innehalten.

3,5 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen