Donnerstag, 30. Januar 2014

Rezension: Raum 213 - Harmlose Hölle (Amy Crossing)

Klappenbroschur mit Spotlack, 176 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7871-1
7,95

Ein kurzer Einblick

Raum 213 ist ein nicht genutzter Raum an der Eerie High. Laut Aussagen der Schulverwaltung sind beim Bau Rohre und Kabel falsch verlegt wurden und nun hat dieser Raum weder eine Wasserleitung, noch Strom. Aber in Raum 213 wohnt das Böse und nicht jeder Schüler überlebt die Hölle, die in Raum 213 auf ihn wartet.


Bewertung

Hier hatte ich es mal wieder mit einem Roman zu tun, bei dem ich mit der Hauptprotagonistin nicht klar kam. Liv findet sich selbst ziemlich reif, kommt so aber in dem Roman nicht rüber. In vielen Szenen finde ich sie doch ziemlich unreif und gerade wie sie sich in ihrer Beziehung verhält, finde ich mehr als pubertär. Auch manche Verhaltenszüge von ihr kann ich einfach nicht nachvollziehen und sie haben mich beim Lesen doch ziemlich gestört. Die anderen Charaktere finde ich besser dargestellt. Jessie, Livs Bruder, ist sehr undurchschaubar. Toby und Mai Lin, Livs beste Freunde, bieten einen guten Kontrast zu den anderen Charakteren und lockern dadurch die Geschichte etwas auf.
Ethan ist der Geheimnisvolle in der Geschichte und verwirrt den Leser mehr als einmal. Bei manchen Romanen hat man als Leser eine Ahnung, was hinter der Geschichte steckt, hier wurde es aber so verschleiert, dass man als Leser immer wieder die Vermutungen über Bord warf und sich wieder neu auf die Geschichte einstellen musste.
Der Schreibstil des Romans ist mitreißend, aber doch an manchem Stellen noch etwas holprig und durchaus verbesserungsfähig. Die Szenen in Raum 213 sind wirklich etwas gruselig und jagen einem beim Lesen leichte Schauer über den Rücken.
Den Aufbau des Romans finde ich sehr gelungen. Rückblenden in dem ominösen Raum 213 wechseln sich mit der realen Geschichte ab und bauen dadurch Spannung auf. Auch die Spekulationen des Lesers werden dadurch noch mehr angeregt.
Über die Autorin Amy Crossing findet man so gut wie nichts im Internet. Es scheint eine Vermarktungsstrategie des Verlages zu sein, denn als Vorwort wird dem Leser nahegelegt, dass es sich um eine real zugetragene Geschichte handelt. 

Fazit

Raum 213 ist der Auftakt zu einer mehrbändigen Reihe, die sich alle um diesen geheimnisvollen Schulraum drehen. Der erste Band hat durchaus Potential, wirkt aber in seinem Gesamtbild etwas holprig. Auch fragt man sich, ob man nicht doch noch den einen oder anderen Logikfehler gefunden hat, aber das trübt das Lesevergnügen nicht wirklich.
Ein netter Auftakt zu einer spannenden Reihe.

3,5 von 5 Punkten

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