Montag, 9. Dezember 2013

Rezension: Horror Factory 7. Die Herrin der Schmerzen (Michael Marcus Thurner)

Bastei-Lübbe Digital
eBook, 1,49 €
ISBN: 978-3-8387-4759-0

Bastei Lübbe Digital
Audio-Download, 1,49 €
ISBN: 978-3-8387-7248-6

Ein kurzer Einblick

20 Jahre sind vergangen. 20 Jahre, seitdem Marco und seine Freunde Evelyn Hamberg aufgrund ihrer Sammelleidenschaft von Insekten wegen getriezt haben. Nach 20 Jahren treffen sich Marco und Evi auf einem Klassentreffen wieder - und landen sogleich für einen Quickie auf der Toilette. Evi hat ihre Sammelleidenschaft in all den Jahren nicht aufgegeben.

Bewertung

Unter der Schirmherrschaft von Uwe Voehl startete am 29.05.2013 im Bastei Lübbe-Verlag die “Horror Factory“. Die Novellen werden zeitgleich als eBook und als Audio-Download zum Preis von 1,49 € veröffentlicht. Die einzelnen Storys sind in sich abgeschlossen.

Zur »Horror Factory« gibt es aufgrund der Kürze keine ausführlichen Rezensionen, wohl aber kurze Meinungen, um Spoiler zu vermeiden. Ein Überblick über bisher bewertete Werke lässt sich unter dem Label »Horror Factory« finden.

Evelyn »Evi« Hamberg war einst das Gespött der Freunde Marcos. In den letzten 20 Jahren ist sie vom Mobbingopfer zur attraktiven und intelligenten Geschäftsfrau aufgeblüht - ihre Sammelleidenschaft hingegen hat keinen Deut nachgelassen. Mit ihren Millionen leistet sie sich, was immer ihr Herz begehrt. Als Marco Evi auf einem Klassentreffen wiedersieht, verliebt er sich in sie. Seine Gedanken hängen ihr in jeder Sekunde nach - es ist, als ob ihm eine Droge verabreicht worden wäre, die jeden Instinkt ausschaltet und nur seine Geilheit nach Evi steigert.

»Die Herrin der Schmerzen« baut sich stringent und spannungsgeladen auf. Stets schwebt das ungewisse Gefühl in der Luft, dass etwas nicht stimmt, dass Vorsicht geboten ist. Marcos Verlangen nach Evi hüllt die Vorsicht in einen undurchdringlichen Nebel, der erst viel zu spät gelichtet werden soll. Voller Stolz präsentiert Evi Marco ihre Lebensfrüchte der Sammelleidenschaft. Dabei steigert sich Evelyn in Abartigkeiten hinein, die blankes Grauen beim Leser wecken. Zugleich ist dies der Punkt, an dem die Geschichte stark abflaut und sich quälend langsam dahinschleppt. Die ewigen Schilderungen Evis gleiten ab in ein Gelaber ohne ein Voranschreiten der Erzählung. Stattdessen wird die Story vorhersehbar und gipfelt in einen Twist, der nur durch einen Schocker ein müdes  - letztes - Grauen vor der Rachsucht Evis zu entlocken vermag.

Fazit

Michael Marcus Thurner verliert sich nach der ersten Hälfte der Erzählung in elend langweiligem Geschwafel, das sich schleppend dahinzieht. Dabei war der Beginn »Der Herrin der Schmerzen« verdammt vielversprechend. So muss ich Teil 7 der »Horror Factory« leider als einen der schwächsten Teile enttäuscht zur Seite legen.

2 von 5 Punkten

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