Montag, 9. Dezember 2013

Rezension: Horror Factory 6. Das Grab (Manfred Weinland)

Bastei-Lübbe Digital
eBook, 1,49 €
ISBN: 978-3-8387-4649-4

Bastei Lübbe Digital
Audio-Download, 1,49 €
ISBN: 978-3-8387-7233-2


Ein kurzer Einblick

Die Glückspilzmorde erschüttern das Städtchen Stratford-upon-Avon. Alle Opfer fallen in ein Raster: Sie sind dem Tod von der Schüppe gesprungen. Holt dieser seinen Anspruch an Seelen zurück? William, der unter Amnesie leidet, passt perfekt in das Schema des Killers ...

Bewertung

Unter der Schirmherrschaft von Uwe Voehl startete am 29.05.2013 im Bastei Lübbe-Verlag die “Horror Factory“. Die Novellen werden zeitgleich als eBook und als Audio-Download zum Preis von 1,49 € veröffentlicht. Die einzelnen Storys sind in sich abgeschlossen.

Zur »Horror Factory« gibt es aufgrund der Kürze keine ausführlichen Rezensionen, wohl aber kurze Meinungen, um Spoiler zu vermeiden. Ein Überblick über bisher bewertete Werke lässt sich unter dem Label »Horror Factory« finden.

England 1978, Arthur trauert um seine wunderschöne Gattin, die bestattet in der Familiengruft liegt. In seiner Trauer macht er Gott für ihren Tod verantwortlich und lässt die christlichen Symbole aus der Gruft entfernen. Sein Bruder Edmond und seine Haushälterin Martha versuchen ihn von der Tat abzuhalten, doch kein Einwand kann ihm Gott näher bringen. Schließlich entdeckt Arthur ein Geheimnis, das in der Gruft begründet zu sein scheint, und fällt eine folgenschwere Entscheidung, deren Konsequenz bis in die Gegenwart reicht.

Manfred Weinland schlägt den Pfad des subtilen Horrors mit leichtem Grusel ein. Ruhige Töne dominieren das Geschehen, die Trauer Arthurs sitzt tief zwischen den Zeilen. Die Spannungskurve mag langsam anziehen, das Erzähltempo schleppend in die Gänge kommen, ein gruslig spannend Geschichtchen mit Mystery-Touch wär es gewesen. Ach, wär‘ es bei der Schauernovelle geblieben. Weinland verwebt Vergangenes in der Gegenwart und zaubert gar blutige Morde aus dem Hut, die so gar nicht zu der Erzählung passen mögen. Ein interessanter Ansatz, der besser in einer andren Novelle verarbeitet worden wär‘. Die Aufteilung in zwei Zeitstränge mutet gezwungen, zuweilen etwas mutwillig an, um einen mysteriösen Serienmörder in einem zwielichtigeren Licht erstrahlen zu lassen - nur funktioniert dies nicht! Ein Handlungsstrang hätte »Das Grab« sich auf seine Stärken konzentrieren lassen können.

Fazit

»Das Grab« macht einen Fehler: Die gewollte Inszenierung eines geheimnisvollen Serienmörders durch vergangene Ereignisse nimmt der Schauernovelle einen Großteil des Gruselfaktors. Eine grundsolide Erzählung bleibt, doch die »Horror Factory« konnte bereits bessere Novellen bieten.

3 von 5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Hey,
    dein Blog gefällt mir sehr :)
    Ich bin gleich mal Mitglied geworden. Würde mich riesig freuen, wenn du auf meinem Blog http://bessis-louisiana.blogspot.de/ vorbeischaust :)

    Liebe Grüße
    Besra

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