Montag, 30. Dezember 2013

Rezension: Azarya: Dark Passion Tales – Azarya Rising (Michael T. Bhatty)



CreateSpace Independent Publishing Platform
Taschenbuch, 162 Seiten
ISBN: 978-1-4839-9800-8
10,49 €
in englischer Sprache


Ein kurzer Einblick

Nachdem sie von ihrem brutalen Freund aus Rumänien fliehen konnte, gerät Tessa immer wieder in Abhängigkeit von anderen Männern. Denn sie muss ihren Lebensunterhalt als Camgirl verdienen. Obwohl sie aus dem Milieu ausbrechen will, schafft sie es nicht. Erst als der geheimnisvolle FallenAngel ihren Chatroom aufsucht und sie mental unterstützt, hat sie die Chance, ihr Leben für immer zu ändern. Wird Tessa sie ergreifen oder auch weiterhin ihr Dasein als Camgirl Azarya fristen?

Bewertung

Wie heißt es in der Filmbranche immer so schön? Dieser Film ist für Zuschauer unter 18 Jahren nicht geeignet… Für „Azarya“ gilt das gleiche. Denn Bhatty lässt den Leser schonungslos in Tessas Welt abtauchen. Man erlebt sie z.B. während ihrer erotischen Webcam-Sitzungen in expliziten Posen und dank der bildlichen Beschreibungen hat man auch sehr gut vor Augen, wie sie von ihrem Exfreund in einer Rückblende missbraucht wird. Der Wortschatz ist dem Milieu ebenfalls angepasst, so dass man sich erst einmal daran gewöhnen muss, wenn man solche Geschichten vorher noch nicht gelesen hat.
Es mag so erscheinen, dass es bei dieser Geschichte vorrangig um pure Erotik geht. Doch wie bereits in der Einleitung angedeutet, wird Tessa von einem geheimnisvollen FallenAngel alias Hoyt besucht, der ihr ein paar sehr wertvolle Ratschläge mit auf den Weg gibt. So soll Tessa ihre Selbstachtung nicht aufgeben und sie lernt auch, wie sie ihr „Ich“ in einer Schublade sicher verwahren kann, während sie für ihren Job ständig Dinge machen muss, die sie eigentlich nicht will.
Je mehr sich Tessa auf ihren mysteriösen Beschützer einlässt, desto mehr gleitet die Geschichte ins Magische ab. So führt sie bei Vollmond in der Wildnis ihren ersten Zauber aus und verwandelt u.a. ihre mexikanische Boa in eine Giftschlange.
Als Tessa schlussendlich ihren FallenAngel trifft, fand ich die Szene ein wenig verwirrend, da die Ich-Perspektive ohne Abgrenzung von einem zum anderen wechselt. Auch fragt man sich, wer oder was Hoyt/FallenAngel nun wirklich ist, trat er ja bisher als ganz normaler Mann in Erscheinung. Spätestens mit dem letzten Kapitel ist dem Leser dann klar, dass er mit Tessa im Reich des Übernatürlichen angekommen ist und kann mit ihr ihre düstere Vergangenheit abstreifen.
Da Bhatty „Azarya“ in englischer Sprache verfasst hat, sollte man diese bis zu einem gewissen Grad beherrschen. Denn wenn man jedes fünfte Wort nachschlagen muss, würde das den Lesefluss gehörig stören. Da ich bereits auch andere Bücher auf Englisch gelesen habe, konnte ich es in einem Rutsch lesen, aber ich denke, mit dem normalen Schulenglisch sollte es ebenfalls klappen.

Fazit

Eine spannende und zugleich erschütternde Geschichte mit einer tiefgründigen Protagonistin, einem Mix aus unverblümter aber doch geschmackvoller Erotik und Magie, die bestückt ist mit kostbaren Lebensweisheiten. Wenn man sich auf ein dunkles Abenteuer einlassen möchte, ist dies die passende Lektüre dafür.

4 von 5 Punkten


Wir danken Michael T. Bhatty für das Rezensionsexemplar.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen