Montag, 2. Dezember 2013

Rezension: Auf den ersten Blick (Danny Wallace)

Heyne
Paperback, 496 Seiten
ISBN: 978-3-453-40973-6
14,99 €

Ein kurzer Einblick

Jason blickt auf eine gescheiterte Beziehung zurück, da begegnet ihm eine Frau und er hat plötzlich ihre Einwegkamera in der Hand. Jason lässt die Bilder entwickeln und macht sich auf die Suche nach der Frau...

Bewertung

Jason Priestley blickt bisher auf ein holpriges Leben zurück. Durch einen Vorfall an seiner Schule, an der er als Lehrer beschäftigt war, verändert er sich und seine Beziehung mit Sarah scheitert. Als er dann noch Verlobungsfotos von ihr auf Facebook sieht, betrinkt er sich und hinterlässt verletzende Kommentare.
Jason Priestley ist ein Hauptprotagonist, welchen man nicht von der ersten Seite des Romans an mag. Er hat zwar auch etwas Liebenswürdiges an sich, aber auf den ersten Seiten verhält er sich nicht gerade herzerwärmend. Das ändert sich aber im Laufe des Romans. Man beginnt zu verstehen, wie er denkt und was dahintersteckt.
Die Kamera, die er von der Frau hat, wird für ihn ein Symbol und mit seinem Freund Dev macht er sich auf die Suche nach Hinweisen.
Danny Wallace hat ziemlich unterschiedliche und interessante Charaktere Jason auf seinem Weg begleiten lassen. Da ist sein Freund Dev, bei dem Jason zur Untermiete wohnt, und der einen Laden für Konsolen- und PC-Games hat. Dev lebt ziemlich in den Tag hinein und lernt für eine polnische Bedienung polnisch und deren alkoholische Nationalgetränke. Matt, ein ehemaliger Schüler Jasons, schließt sich den beiden an und begleitet sie auf einem Teil ihrer Suche. Dann stößt noch Abbey zu der Truppe, die mit ihrer Art ziemlich direkt ist und auch für das ein oder andere Chaos in Jasons Leben zuständig ist.
Der Roman wird aus der Ich-Sicht von Jason erzählt. Die Dialoge in dem Roman sind witzig, wenn auch nicht ganz einfallsreich, aber um den Leser zu unterhalten, genügen sie allemal.
Mein persönlicher Favorit des Romans war Dev, der für seine Liebe im Cafe extra polnisch lernt.
Die Stimmung des Romans hat mir auch gut gefallen. Am Anfang war ich skeptisch, ob ich ihn überhaupt zu Ende lesen würde, aber man ist mehr und mehr in die Geschichte hereingekommen, hat sich an die Personen und deren Umstände gut gewöhnt und dann kam dann auch der Zeitpunkt, an dem man wissen wollte, ob Jason die Frau nun findet.

Fazit

Nach einer Einlesephase hat mir der Roman doch gut gefallen. Stilistisch ist er keine Glanzleistung, aber er weiß zu unterhalten und die Figuren werden einem beim Lesen doch sehr sympathisch.

3 von 5 Punkten

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