Mittwoch, 13. November 2013

Rezension: Wen der Rabe ruft (Maggie Stiefvater)

Script 5
Hardcover, 464 Seiten
ISBN: 978-3-8390-0153-0
18,95 €

Ein kurzer Einblick

Jeder in Blues Familie kann hellsehen, nur Blue nicht. Dafür wirkt sie wie ein Verstärker für die anderen. Als sie, wie jedes Jahr, die Seelen derer auf dem Leichenweg empfängt, geschieht etwas Unglaubliches. Bisher konnte sie die Seelen nie sehen, nur spüren, aber diesmal taucht der Geist eines Jungen aus der Dunkelheit auf und der Grund, wieso Blue ihn sehen kann, ist der, dass sie was mit seinem Tod zu tun hatte.

Bewertung

„Wen der Rabe ruft“ ist ein Roman, welchen ich nur schwer wieder aus der Hand legen konnte. Nach den ersten Seiten war ich schon von der Geschichte gefesselt und habe daher den Roman ohne viele Unterbrechungen in einem Rutsch durchgelesen.
Viele unterschiedliche Persönlichkeiten, teilweise auch wirklich schräge, tummeln sich in diesem Roman und machen ihn dadurch lebendig. Auf der einen Seite steht Blue mit ihrer Familie, die sich aus ihrer Mutter zusammensetzt und vielen Verwandten/Bekannten, die sich alle in einem viel zu kleinen Haus tummeln. Bis auf Blue sind alle hellseherisch begabt und dadurch kommt es auch zu allerhand komischen und auch spannenden Situationen.
Auf der anderen Seite lernt der Leser die „Raven-Boys“ kennen. Gansey, Noah, Adam und Ronan sind vier sehr unterschiedliche Charaktere. Sie verbindet die Schule und Gansey, Noah und Ronan wohnen zusammen. Außerdem werden sie von Gansey zu einer Suche mitgerissen und bei dieser Suche beginnen sich die Wege von ihnen und Blue zu kreuzen.
Mir hat besonders gut die unterschiedliche Zusammenstellung der Charaktere gefallen. Oberschicht, Unterschicht, sensibel, hart und aggressiv: alles ist vertreten. Manchmal ist der Roman ein bisschen klischeehaft, aber darüber kann man gut hinwegsehen. Die Geschichte ist von der Autorin gut ausgearbeitet worden, so dass man trotz der Fülle an Persönlichkeiten sich gut einfindet und man auch jeden Charakter gut kennenlernt.
Auch an Spannung mangelt es dem Roman nicht und durch den mitreißenden Schreibstil kommt man sich vor, als würde man persönlich auf Schatzsuche gehen.
Am Anfang des Romans steht eine für Blue bestimmte Weissagung. Sie überschattet den Roman nicht, sondern hüllt ihn eher ein. Sie ist da, aber prägt doch nicht die Geschichte, trotzdem macht sie neugierig auf die weiteren Entwicklungen und man behält sie beim Lesen im Hinterkopf.

Fazit

„Wen der Rabe ruft“ ist ein starker Auftaktband zu einer vierbändigen Reihe. Der Schreibstil von Maggie Stiefvater, die Protagonisten und die Geschichte fesseln den Leser und ergeben eine spannende Geschichte. Zum Ende bleiben viele Fragen offen, welche neugierig auf den nächsten Band machen.

5 von 5 Punkten


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