Samstag, 19. Oktober 2013

Rezension: Morgans Erwachen (Alex Epstein)

Verlag Urachhaus
Gebunden, 320 Seiten
ISBN: 978-3-8251-7870-3
16,99 €

Ein kurzer Einblick

Anna muss fliehen. Ihr Vater ist umgebracht worden und sie wird von ihrer Mutter nach Irland geschickt, um den Fängen von Uther Pendragon zu entgehen. In Irland wird sie als Sklavin verkauft und erlebt ihre eigene Odyssee bis zu dem Tag, an dem sie wieder nach Britannien zurückkehrt.

Bewertung

Ich habe mich sehr auf diesen Roman gefreut, da ich die Geschichte um Avalon und Morgan le Fey schon immer gemocht und als Jugendliche den Roman „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley verschlungen habe. Natürlich kann man diese beiden Romane nicht vergleichen, da die Geschichte von Alex Epstein ein Jugendbuch ist und sich auch um die Jugend Morgans dreht.
Leider konnte mich dieser Roman nun so gar nicht in seinen Bann ziehen. Schon der Anfang war holprig zu lesen und man kommt schlecht in die Geschichte rein. Anna, später Morgan, ist leider auch kein Hauptcharakter, mit dem ich warm geworden bin. Auch wenn man ihre Gedanken teilt, wirkt sie dennoch distanziert auf den Leser. Die Geschichte an sich ist eher langatmig und langweilig. Durch die einzelnen Kapitel musste ich mich mehr oder weniger durchquälen. Auch die kurzen Frequenzen in Morgans Leben haben mich gestört. Morgan verweilt nie lange an einer Stelle, alles wird immer nur kurz angerissen und wenn man sich gerade an ein Setting gewöhnt hat, zieht Morgan weiter. Dies sollte wahrscheinlich spannend auf den Leser wirken, auf mich wirkte es eher gehetzt. Die anderen Protagonisten streifen die Geschichte nur kurz und der Leser hat keine Chance, sich an die Personen zu gewöhnen oder sie mal näher kennenzulernen. Auch die Gebräuche der Zeit werden nicht richtig erklärt und wenn doch mal etwas näher erklärt wird, wird kurz darauf in ein nächstes Setting weitergehetzt. Auf das Thema „Heiden und Christen“ wird etwas näher eingegangen, doch wirkte es für mich etwas fehl am Platz. Die Saga um Morgan und Artus verbinde ich nicht mit der christlichen Religion und deswegen wirkte dieses Thema eher störend und auch ermüdend.
Das letzte Drittel konnte mich dann noch etwas fesseln. Morgan wird erwachsener und findet endlich zu ihrer Macht. Die Geschichte nimmt endlich Gestalt an und man findet Zugang zu den Charakteren. Auch wenn dieser Zugang nicht als tief bezeichnet werden kann, so ist er doch das Beste, was diese Geschichte zu bieten hat.

Fazit

„Morgans Erwachen“ verspricht mehr, als es zu bieten hat. Der Leser bekommt eine Geschichte um Morgans Jugend geliefert, die ohne Tiefgang ist und eher vor sich her plätschert als mitreißt. Zum Ende hin wird es fesselnder. Wenn ich diesen Roman nicht für „Blogg dein Buch“ rezensiert hätte, hätte ich wahrscheinlich nach dem ersten Drittel abgebrochen. Schade.

1,5 von 5 Punkten


Wir danken dem Verlag Urachhaus und dem Projekt "Blogg dein Buch" für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Das Buch kann auch direkt über die Verlagshomepage bestellt werden.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen