Mittwoch, 4. September 2013

Rezension: Der Flüsterer im Dunkeln (H.P. Lovecraft)

Suhrkamp Taschenbuch
Broschur, 123 Seiten
ISBN: 978-3-518-39261-4
6,50 €

Ein kurzer Einblick

Mysteriöse Ereignisse passieren in Neuengland. Außerirdische Kadaver werden in überschwemmten Flussläufen gesichtet. Der Erzähler des Romans, Wilmarth, steht im brieflichen Kontakt zu Mr. Akeley, der in den Bergen Neuenglands wohnt. Schauerliches geht aus seinen Briefen hervor.

Bewertung

Bisher kannte ich den Cthulhu-Mythos nur aus den „Hexer“-Bänden von Wolfgang Hohlbein, deswegen war es mal eine neue Erfahrung für mich, nun etwas über den Cthulhu-Mythos zu lesen, das aus der Feder von H.P. Lovecraft selbst stammte.
Das kleine Büchlein hat mich positiv überrascht. Nach den ersten paar Seiten war man auch schon in die Geschichte eingetaucht. Der Briefaustausch zwischen Wilmarth und Akeley ist sehr intensiv geschrieben, die Gefühlszustände, die der Schreiber beim Verfassen hat, sind spürbar in den Text mit eingeflossen. Der Horror in diesem Büchlein ist nicht wirklich greifbar, eher schlängelt er sich subtil und unterschwellig über die Seiten. Von den beiden Hauptcharakteren Wilmarth und Akeley erfährt man nicht viel, da Lovecraft sie nur auf die Geschichte hinarbeiten lässt.
Das Cover irritiert mich etwas. Einmal ist das ganze Buch in drei lila farbigen Farbnuancen gehalten. Lila ist nicht unbedingt eine Farbe, die ich dem Horror-Genre zuordnen würde und das Cover irritiert mich des Weiteren, da ich auch bei eingehender Betrachtung nicht sagen kann, was dort dargestellt ist.
Was noch zu erwähnen wäre, ist, dass in diesem Buch kaum wörtliche Rede vorkommt. Erst am Ende kommt es zu einem Gespräch zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Dies scheint ein stilistisches Mittel von Lovecraft zu sein, da er die wörtliche Rede wohl auch in seinen anderen Romanen nur sehr wenig benutzt.

Fazit

Subtiler Horror zieht sich durch eine spannende Geschichte. Die Stimmungen werden gut eingefangen und übertragen sich auf den Leser. Ein etwas anderes Büchlein, was sich aber zu lesen lohnt. Man  kann es auch lesen, wenn man vorher noch nichts von Lovecraft und seinem Cthulhu-Mythos gehört hat.

3,5 von 5 Punkten

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