Mittwoch, 25. September 2013

Filmkritik: Chroniken der Unterwelt 1. City of Bones



„Chroniken der Unterwelt“ 1 ist eine Verfilmung, auf die ich schon sehr gespannt war und die zugleich gut und auch wiederrum schlecht war.
Fangen wir erst einmal mit den Schauspielern an. Nach den ersten Schreckensmomenten fand ich die Schauspieler gar nicht mehr so schlecht besetzt. Allerdings konnte ich mich weder mit Alec anfreunden, noch mit der Verkörperung von Magnus Bane. Das kommt vielleicht daher, dass ich beim Lesen immer Russel Brand vor Augen gehabt habe, der meinen Vorstellungen von Magnus Bane doch sehr glich. Alec finde ich viel zu hart und kantig dargestellt. In meiner Romanwelt war er weicher. Auch Valentin finde ich misslungen. Er hat kein Charisma und wird eher als Psychopath statt als Anführer, der jeden mit seinem Charme um den Finger wickeln kann, dargestellt.

Mit den anderen Charakteren konnte ich mich irgendwie abfinden. Am Besten hat mir Simon gefallen, der sich doch ziemlich mit meiner Vorstellung aus dem Roman deckt. Was Clary und Jace angeht, nimmt man sie einfach so hin. Ich finde sie weder besonders gut dargestellt,  noch besonders schlecht. Interessanterweise hatte ich von Jace, obwohl er einer der Hauptcharaktere war, nie eine richtige Vorstellung beim Lesen, so dass ich beim Film ziemlich offen für die Besetzung von ihm war.
An der Verfilmung selbst haben mich viele Sachen gestört, die wahrscheinlich daher rühren, dass man doch ein ziemlich umfangreiches Buch in eine begrenzte Minutenanzahl pressen musste. Alles, was sich noch neben der Hauptgeschichte abgespielt hat, was in den Romanen so spannend war und viel zur Geschichte beigetragen hat, wurde hier komplett weggelassen und wirklich nur auf das notwendigste reduziert. Dass Alec und Isabell Geschwister sind, wurde nur in einem Nebensatz erwähnt, der Begriff „Parabatei“ wurde vollkommen weggelassen (oder ich war an dieser Stelle auf Toilette) und es wurde auch nicht die Besonderheit der Schwerter erklärt.
Selbst die restliche Familie von Alec und Isabell fand keine Beachtung, obwohl ich mir sicher bin, das sie auch im ersten Band schon vorkommen. Gerade ihr kleiner Bruder spielt im dritten Band eine große Rolle für Alec und Isabell, worauf sich dann auch manche Handlungsszenen beziehen.
Von der visuellen Seite war der Film wirklich nett anzusehen. Ruhige Szenen wechselten sich mit actionreichen ab. Die Verwandlung von Luke und den anderen Werwölfen war nett anzusehen. Dabei erinnerten die Werwölfe mich etwas an diejenigen aus den Bis(s)-Verfilmungen und sind wohl auch an diese angelehnt.

Fazit

Unter dem Aspekt der Buchverfilmung bewerte ich den Film als misslungen. Leider ist viel, was in dem Roman meines Erachtens wichtig war, bei der Verfilmung einfach weggefallen und gibt für diejenigen, die den Roman kennen, kein einheitliches Bild ab.
Sieht man aber mal davon ab, bekommt man einen netten Teenagerfilm serviert, der sehr ansprechend auf jüngeres Publikum wirken dürfte.

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