Sonntag, 11. August 2013

Rezension: Die Dienstagsfrauen 2. Sieben Tage ohne (Monika Peetz)

Kiepenheuer & Witsch
Paperback, 336 Seiten
ISBN: 978-3-462-04410-2
9,99 €

Ein kurzer Einblick

Die Dienstagsfrauen sind wieder bereit für ihren jährlichen Urlaubstripp. Diesmal geht es in die beschauliche Burg Achenkirch zum Heilfasten. Entschlacken und entspannen ist die Devise, wenn da nur nicht der quälende Hunger wäre... und die mitgereisten und nachgereisten Probleme.

Bewertung

Es war ein richtig nettes Wiedersehen mit den Dienstagsfrauen. Zirka ein Jahr nach der Pilgerreise beschließen die Frauen diesmal zum Entschlacken nach Achenkirch zu fahren. Eva fährt dabei nicht ohne Hintergedanken hin, sie hofft immer noch das Rätsel um ihren Vater lösen zu können, denn ihre Mutter schweigt immer noch beharrlich, wenn sie dieses Thema zur Sprache bringt.
Mit den Dienstagsfrauen On Tour zu sein, hat wieder einmal richtig Spaß gemacht. Innerhalb von 24 Stunden war der Roman durchgelesen. Natürlich war es auch keine schwere Kost, was einem hier literarisch serviert wird, so dass man locker über den Text lesen konnte, ohne innehalten zu wollen. Es war ein bisschen wie das Wiedersehen mit alten Bekannten. Das Schöne an der Sache war, dass die Bekannten nicht auf der Stelle stehen geblieben sind, sondern sich auch weiterentwickelt haben. Eva ist nun nicht mehr nur die Familienmutter, sondern arbeitet wieder als Ärztin. Kiki hat eine Überraschung fürs Leben von der Pilgerreise mitgebracht, Caroline lebt in Scheidung und Judith probiert immer noch zu büßen. Einzig Estelle hat sich nicht weiterentwickelt, aber das ist auch ein Glück, denn sie ist genauso scharfzüngig und bissig wie im ersten Band und auch hier wieder zu meinem Lieblingscharakter aufgestiegen.
Den zweiten Band fand ich besser als den ersten. Natürlich kann das daran liegen, dass man die Figuren schon kennt und auch irgendwo liebgewonnen hat. Aber nach meinem Empfinden konnte ich den ersten Teil nicht so schnell weglesen, wie diesen nun.
Kleinere Stereotypen kommen hier auch vor, aber man erwartet so etwas fast, etwa das Ehepaar Eisermann, die belehrend den anderen Kurgästen über den Mund fahren. Sie sind irgendwie stereotyp, aber doch richtig am Platz und für das ein oder andere Schmunzeln gut. Auch die anderen Kurgäste haben mir gut gefallen, da hat sich Monika Peetz zu einer bunten Mischung hinreißen lassen.

Fazit

Für mich ist „Sieben Tage ohne“ ein rundum gelungener zweiter Roman. Die Mischung macht Spaß zu lesen, man schmunzelt, lacht und grübelt mit den Dienstagsfrauen mit. Die Entwicklung im zweiten Roman ist Monika Peetz gut gelungen und ich freue mich schon auf den dritten Band.

4 von 5 Punkten



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